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Drei Varianten eines Gemeindezentrums für Beidenfleth

Im Außenbereich des Feuerwehrneubaus wird noch gebaut. Foto: Sabine Kolz

Das Ortsentwicklungskonzept und eine dazu angefertigte Machbarkeitsstudie waren Themen, mit denen sich die Beidenflether Gemeinderäte befassten. Die Gemeinde muss das sanierungsbedürftige Kindergartengebäude erneuern. Die Beidenflether favorisieren dafür ein neues Gemeindezentrum mit Kita, Räumen für den Sportverein und öffentlichen Toilettenanlagen, eventuell auch weiteren Angeboten. Je nach Platzangebot könnten auch eine Physiopraxis, ein Multifunktionsraum für gemeindliche Nutzung, ein Backshop, eine Arztpraxis und das ortsansässige Kameramuseum in den Neubau einziehen. Daher führt die vom Kieler Ingenieurbüro Dürwald aufgestellte Machbarkeitsstudie drei Varianten mit unterschiedlichem Umfang und mit entsprechenden Kosten auf.

„Wir möchten im neuen Gemeindezentrum möglichst viel unterbringen und ein wirkliches Zentrum für das Dorf und die Zukunft schaffen“, erklärte Bürgermeister Andreas Lorenz in der jüngsten Sitzung. Er erläuterte, dass jetzt eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erstellt werden müsse, in der auch eventuelle Mieteinnahmen aufgelistet seien und die bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IBSH) eingereicht werde. Dort werde das Vorhaben geprüft und bewertet, und je nach Ergebnis könne dann in die Planung eingestiegen werden, die laut Vorlage des Ingenieurbüros modular aufgebaut ist.

Der erforderliche Kita-Neubau könne demnach unabhängig vom jetzigen Bestand der TSV-Anlage und des Kameramuseums umgesetzt werden. Dafür geht das Ingenieurbüro von Gesamtkosten von knapp 2,5 Millionen Euro brutto aus. Eine zweite Variante sieht den Neubau mit den Nutzungen der Kita, der TSV-Anlagen, des Kameramuseums und eines Backshops als ebenerdiges Gebäude vor. Dafür werden die Kosten auf etwa 4,2 Millionen Euro brutto geschätzt. Etwa 1,2 Millionen Euro kämen hinzu, wenn die dritte Variante gewählt würde, die zusätzlich ein Obergeschoss vorsieht. Mit der weiteren Fläche bestünde die Möglichkeit, im Gebäude auch einen Arzt, eine Physiotherapiepraxis und einen Multifunktionsraum unterzubringen.

Auch der Bau-, Wege- und Umweltausschuss hatte sich mit Baumaßnahmen beschäftigt. So ist der Feuerwehrneubau mit Bauhof im Dorf weiter fortgeschritten, im Außenbereich dauern die Erdarbeiten an. Mit Einweihungsterminen für die Gesamtmaßnahme - zuletzt war - der in den August verschoben worden - hält man sich öffentlich bedeckt. Der ursprüngliche Fertigstellungszeitplan ist bereits um ein Jahr überschritten.

Nachdem ein Parkverbot in der Straße Oberes Dorf ausgesprochen worden ist, kann der kaputt gefahrene Fußweg in der engen Straße jetzt saniert werden. Die dafür erforderlichen 25 000 Euro werden im Haushaltsplan bereitgestellt.

Bei der jüngsten Katastrophenübung wurde festgestellt, dass einige Sirenen nicht ausgelöst haben. Die Gemeinde will im Dort eine neue Sirene auf einem Mast installieren. Für die Sirenenanlagen in den Außenbereichen ist der Kreis zuständig, es sollen entsprechende Anträge gestellt werden.

Die Streuobstwiese im Wohngebiet soll eine Einzäunung erhalten, da immer wieder Anwohner und ihre Gäste die Fläche als Parkplatz nutzen.
sko/rg

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