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Digitalisierung ohne Rückzug aus der Fläche

Die Raiffeisenbank Todenbüttel ist die zweitkleinste Bank in Schleswig-Holstein. Foto: Hans-Jürgen Kühl

Raiffeisenbank Todenbüttel: Bei der Generalversammlung gab es viel Positives zu vermelden

TODENBÜTTEL. Ein neuer Mitgliederrekord, ein neuer Höchstwert bei den Spenden für die Vereine der Region und eine Dividendenerhöhung von drei auf fünf Prozent: Bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank Todenbüttel gab es viel Positives zu vermelden. 

Die Raiffeisenbank Todenbüttel ist die zweitkleinste Bank in Schleswig-Holstein. Andernorts suchen Kreditinstitute ihr Heil meist in Fusionen, um Herausforderungen wie globale Krisen, Regulatorik und Digitalisierung zu meistern. Nicht so in Todenbüttel. „Dem Problem der Regulatorik begegnen wir mit verstärkter Manpower im Rahmen von Projektgruppenarbeiten, und die Digitalisierung sehen wir als Chance: Wir wollen unseren Kunden mit der Digitalisierung Mehrwerte bieten. Digitalisierung bedeutet bei uns aber nicht den Rückzug aus der Fläche“, betont Vorstandsmitglied Ralph Carstensen. 

272 Teilnehmer

Ein Konzept, das bei den Kunden offenkundig gut ankommt. Ende 2023 hatte die Raiffeisenbank Todenbüttel die neue Rekordzahl von 2152 Mitgliedern. „Die Zahl unserer Mitglieder wächst jährlich um etwa fünf Prozent“, freut sich Carstensen. Folgerichtig gibt es auch bei den Generalversammlungen jedes Jahr eine neue Rekordbeteiligung zu vermelden. Diesmal waren es 272 Teilnehmer, die sich im Landgasthof Gosch vom Vorstand die aktuellen Bilanzzahlen präsentieren ließen. 

Die liquiden Mittel der Bank haben sich leicht reduziert, während die Kundeneinlagen und das Einlagevolumen bei Verbundpartnern kontinuierlich anstiegen, was zu einem betreuten Kundenwertvolumen von 257 Millionen Euro führte. Die Kundenforderungen erhöhten sich um 3,3 Millionen Euro auf nunmehr 86,7 Millionen Euro. Der Bilanzgewinn beläuft sich auf 185 024 Euro. 

Die Versammlung beschloss daraufhin eine Erhöhung der Dividende von drei auf fünf Prozent für die 2152 Mitglieder. Ein Beschluss mit Signalwirkung, wie Carstensen findet, denn: „Die Dividende ist ein wichtiger Gradmesser für den wirtschaftlichen Erfolg einer Bank.“ In der Gewinn- und Verlustrechnung verzeichnete die Bank einen deutlichen Anstieg des Zinsüberschusses aufgrund der Normalisierung des Zinsniveaus im Vergleich zum Vorjahr. Das Provisionsergebnis war leicht rückläufig, während Abschreibungen auf Sachanlagen konstant blieben und das Bewertungsergebnis verbessert wurde. 

Der Personal- und Sachaufwand stieg aufgrund von Investitionen in Personal, Fortbildungen, Technik und externes Know-how. Die Bank beschäftigt derzeit neun Vollzeit- und 14 Teilzeitkräfte. „Unsere Bank steht sehr gut da: Wir erreichen im Vergleich mit anderen Banken sowohl beim Rating wie bei der Kundenzufriedenheit und der Personalzufriedenheit Spitzenwerte“, bilanzierte Carstensen.

Auch bei den Spenden für die Vereine der Region konnte die Raiffeisenbank Todenbüttel zuletzt wieder einen neuen Rekordwert vermelden. Als Mitglied des Gewinnsparvereins unterstützte die Bank 2023 verschiedene Vereine im Geschäftsgebiet mit Spenden in einer Gesamthöhe von 57 000 Euro. Ein Gewinnsparer aus Hanerau-Hademarschen konnte sich zudem über einen Höchstgewinn von 100 000 Euro freuen. khl

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