Die Temperaturen steigen und Hobbygärtner zieht es nach draußen. Doch Vorsicht: Nicht alles darf sofort ins Beet. Vor dem Pflanzen kommt die Arbeit.
• 1. Erste Blüten
Stiefmütterchen, Hornveilchen, Primeln und Tausendschönchen vertragen leichten Frost. Sie können nun zu Krokussen und Schneeglöckchen ins Freie gepflanzt werden. Wichtig sind Schutz vor Staunässe und Austrocknung.
• 2. Die Planung
Ein guter Plan verhindert das Auslaugen des Bodens Beachtung durch der Fruchtfolge:
1. Jahr: Starkzehrer wie Kartoffeln, Kürbis und Kohl
2. Jahr: Mittelzehrer wie Möhren und Salat
3. Jahr: Schwachzehrer wie Bohnen, Radieschen und Zwiebeln
4. Jahr: Gründüngung zur Erholung. Wärmeliebende Sorten wie Tomaten oder Paprika gedeihen besonders gut in Hoch- oder Hügelbeeten.


• 3. Die Beete
Die Bodenbereitung steht an: Erntereste entfernen, Gründüngung unterarbeiten und Unkraut jäten. Statt tiefem Umgraben empfiehlt sich eine oberflächliche Lockerung, um das Bodenleben zu schonen und die Lüftung zu fördern.
• 4. Das Gewächshaus
Hier ist Frühjahrsputz nötig: Pflanzenreste entfernen, Scheiben für optimale Lichtausbeute reinigen und desinfizieren, um Krankheitserreger zu stoppen. Bei Hochdruckreinigern ist auf den Abstand zu achten.
• 5. Der Kompost
Im Frühjahr wird der Kompost umgesetzt. Reifer Kompost wird gesiebt und in die Beete eingearbeitet. Grobes Material wandert zurück auf den Haufen. Sauerstoff beschleunigt die Rotte. Idealer Standort für den Kompost ist ein schattiger Platz.
• 6. Das Säen
Ab März: Radieschen, Mangold, Spinat, Pastinaken und Kohlkopf kommen direkt ins Freiland.
Ab April: Blattsalate, Erbsen, Möhren, Rote Bete und Lauchzwiebeln.
Nach den Eisheiligen im Mai: Bohnen, Gurken, Kürbisse, Zucchini und Auberginen. Empfindliche Tomaten sollten im Haus bei mindestens 20 Grad vorgezogen werden.
• 7. Die Rosen
Wenn die Forsythien blühen, ist Zeit für den Rückschnitt. Der Schnitt erfolgt schräg, kurz oberhalb einer Knospe.
Beet- und Edelrosen: Rückschnitt auf 15 bis 20 Zentimeter.
Strauchrosen (öfter blühend): Vorjahrestriebe um ein Drittel kürzen.
Einmal blühende Rosen: Schnitt erst im Sommer, da sie am Vorjahresholz blühen.
• 8. Platz für Erdbeeren
Erdbeeren bevorzugen einen sonnigen Platz, der bereits zwei Monate vor der Pflanzung mit Kompost vorbereitet wurde. In den Vorjahren sollten dort keine Erdbeeren oder Kartoffeln gestanden haben. Eine Pflanzung im Mai ist sicherer als ein verfrühter Start mit frostempfindlichen Jungpflanzen.
• 9. Insekten und Vögel
Insekten benötigen einfache Blüten, Wasserstellen und chemiefreie Gärten. Ein Reisighaufen bietet wertvollen Lebensraum. Wichtig für Vogelschützer: Laut Bundesnaturschutzgesetz sind zwischen 1. März und 30. September radikale Heckenschnitte verboten; nur leichte Formpflege ist erlaubt.
• 10. Der Genuss
Trotz aller Arbeit: Ein Sitzplatz in der Sonne gehört dazu. Während man von der Ernte träumt, zeigen sich im April meist schon der erste Salat und Spinat.
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Karin Lubowski