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DER CAMPER-DUDEN

Schon gewusst, dass eine Orkanstütze so gar nichts mit dem Wetter zu tun hat und ein Kederdorn unbedingt in die Camper-Werkzeugtasche gehört? Wir haben uns typische Fachbegriffe einmal genauer angesehen.

ALKOVEN

Gehört haben wir den Begriff Alkoven alle schon einmal und eingefleischte Camper werden jetzt wohl gelangweilt mit den Augen rollen. Doch der Camper-Laie muss den Begriff Alkoven erst einmal googeln. Bei einem Alkoven handelt es sich um eine Schlafnische im Wohnmobil, diese ist direkt über das Fahrerhaus gebaut worden. Was man unschwer von außen an der vorgewölbten Nase erkennen kann. Ein Vorteil eines Alkoven ist, dass durch das nach oben verlagerte Bett der Wohnraum ideal genutzt wird und neuer Platz entsteht. Ein Nachteil ist jedoch, dass durch die zusätzliche Höhe des Aufbaus der Luftwiderstand höher ist, dadurch steigt der Kraftstoffverbrauch. Ungeübte Fahrer vergessen leicht den Aufbau, Vorsicht bei Schildern und Ästen.

BIOFILM

Biofilm ist eine Schleimschicht, die als Nährboden für verschiedene Mikroorganismen dient. Dazu zählen neben Pilzen und Legionellen auch diverse Bakterien. Biofilme bilden sich hauptsächlich in Feuchtgebieten, denn der Biofilm enthält außer den Mikroorganismen hauptsächlich Wasser. Biofilme bilden sich gerne im Frischwassertank von Wohnwagen und Wohnmobil, weswegen dieser regelmäßig gereinigt werden muss. Prinzipiell sind Biofilme aber nicht schlecht, sie werden unter anderem zur Essigherstellung und bei der biologischen Abfallbeseitigung eingesetzt.

CHEMIETOILETTE

Hört sich ein wenig beängstigend an, ist es aber nicht. Die Campingtoilette ist eine mobile Toilette, die so immer mit auf Tour ist. Chemische Campingtoiletten funktionieren fast genauso wie zuhause. 

Es gibt einen Anschluss für Frischwasser und eine Öffnung, die das Abwasser abführt. Chemische Campingtoiletten arbeiten mit chemischen Zusätzen im Fäkalientank, welche die Geruchsbildung minimieren und das, was ins Klo gehört zersetzt. Der Fäkalientank von Chemietoiletten darf allerdings nur an dafür geeigneten Entsorgungsstationen entleert werden.

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DEICHSEL

Die Deichsel ist die Zug- und Lenkvorrichtung an einem Caravan. Siel ist fest mit dem Wohnwagen verbunden und hat eine V-Form. An der Deichsel ist das Deichselrad befestigt. Außerdem befindet sich die Auflaufbremse an der Deichsel.

ERDSTREIFEN

Erdstreifen sind verstärkte Streifen aus PVC an der Zeltwand, wo sie mit dem Boden abschließt. Eine andere Bezeichnung ist Faulstreifen. Die Streifen haben die Aufgabe, den Innenraum des Vorzeltes vor Feuchtigkeit, Kälte und Wind zu schützen.

GFK-AUFBAU

GfK bedeutet glasfaserverstärkter Kunststoff und beschreibt das Material der Sandwich-Platten, aus denen Wohnmobile und Wohnwagen gebaut werden. Aus GfK gebaute Fahrzeuge sind gut gegen Schall und Temperatur gedämmt, die Oberfläche ist zudem kratzunempfindlich.

HALBDINETTE

Eine Halbdinette hat nur eine in Fahrtrichtung ausgerichtete Sitzbank. Weitere Sitzplätze erhält man, indem man die Frontsitze dreht. Somit verschmelzen Fahrerkabine und Wohnbereich. Diese Kombination spart Platz und Gewicht und kommt sehr häufig in Kastenwagen vor. Bei einem Fahrzeug mit Halbdinette solltest du allerdings darauf achten, dass die Fahrerkabine ausreichend gedämmt ist. Bei gedrehten Sitzen kannst Du die Fahrerkabine nämlich nicht mehr vom restlichen Fahrzeug abtrennen und musst sie heizen. Durch nicht-isolierte Fenster kann dann viel Kälte ins Innere kommen. Eine Scheibenisolierung kann hier helfen.

KEDERDORN

Der Kederdorn ist ein Werkzeug, um verbogene Kederleisten am Reisemobil oder Wohnwagen wieder in Form zu bringen. Der Durchmesser des Kederdorns muss dem Innendurchmesser (Kederdurchmesser) der Kederschiene entsprechen. Um die Kederleiste auszubeulen, wird der Kederdorn eingeführt und mit einem Campinghammer unter leichten Schlägen durch die Leiste getrieben. Hat sich die Kederleiste zu stark geweitet, wird der Dorn eingeführt und von außen mit dem Hammer auf die Leiste geklopft, bis der Dorn mit ein bisschen Spiel die Leiste ausfüllt.

MOSKITOGAZE

Bei Moskitogaze handelt es sich um ein spezielles Gewebe aus Kunststoff mit sehr feinen Öffnungen zum Insekten- und Moskitoschutz. Moskitogaze wird beim Camping vor Lüftungsöffnungen befestigt, um das Eindringen von Mücken oder Insekten zu verhindern. Gleichzeitig ermöglichen die feinen Öffnungen eine ausreichende Durchlüftung.

NAHTDICHTER

Um Zeltnähte wasserfest abzudichten, gibt es Nahtdichter. Dabei handelt es sich um Dichtmasse aus Silikon oder Polyurethan, die auf die Nähte aufgetragen wird. Nach dem Trocknen hält die Schutzschicht Feuchtigkeit ab.

ORKANSTÜTZE

Die Orkanstütze wird zwischen der Dachauflagestange und dem Boden befestigt. Sie stabilisiert das Vorzelt. Empfehlenswert sind Orkanstützen vor allem für Dauercamper oder Saisonzelte Parzelle. Eine Parzelle ist ein vermessenes Stück Land auf einem Campingplatz und entspricht dem Stellplatz. Je nach Campingplatz fallen Parzellen unterschiedlich groß aus. Sie können von 70 bis über 150 Quadratmeter Fläche für Wohnmobil oder Wohnwagen und Zugfahrzeug bieten Je nach Ausstattung verfügen Parzellen über einen eigenen Stromanschluss, der über den Stromkasten mit einem CEE-Stecker hergestellt wird.

R-WERT

Der R-Wert (oder R-Value) ist ein Maß, das die Isolationsfähigkeit von Isomatten beschreibt. Er steht für den Wärmedurchgangswiderstand des Materials. Widerstand heißt im Englischen restistance daher das R. Als Faustregel beim R-Wert gilt: Je höher der Wert, desto besser die Isolierung. Achtung: Dicke Matten isolieren nicht automatisch gut. Das Material und die Füllung spielen die entscheidende Rolle.

SACKMARKISE

Die Sackmarkise kommt ohne Kurbelmechanik aus und ist vergleichsweise leicht. Sie wird einfach an der Kederleiste befestigt und mit Stoppern an Ort und Stelle fixiert. Wenn sie nicht benötigt wird, rollt man die Sackmarkise einfach in den Sack ein. Markisentuch, Spannarme und Stützen werden in der Transporttasche verstaut und können ganz einfach im Fahrzeug untergebracht werden. Vorteile sind hier das Gewicht und der Preis.

THERME

Eine Therme ist ein Wasserboiler, der im Campingmobil oder im Wohnwagen Warmwasser mit Hilfe von Strom erzeugt. Zum Erhitzen des Wassers wird entweder die warme Luft des vorhandenen Heizungssystems genutzt oder ein integrierter Heizstab.

UMLAUFMASS

Das Umlaufmaß (auch Zeltmaẞ, A-Maß, Umlauflänge genannt) eines Wohnwagens setzt sich aus der Länge der Kederschiene und dem Abstand zum Boden von Anfang und Ende der Kederschiene zusammen. Das Umlaufmaß ist wichtig, um die passende Größe von Vorzelt oder Sonnensegel zu bestimmen. // Julia Voigt


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