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AUS LEIDENSCHAFT UND MIT KNOW-HOW GEMACHT

Wie kann man als Weltmarktführer weiter wachsen? Der Wohnwagen- und Reisemobilhersteller Hobby aus Fockbek, bisher vor allem stark im Wohnwagenbereich, will das vor allem schaffen, indem er in seiner bisher vergleichsweise kleinen Wohnmobilsparte zulegt.

Unternehmen aus der Region

Das Wörtchen „klein“ ist hierbei tatsächlich nur im Vergleich zu gebrauchen. Bis zu 12.500 Wohnwagen gehen bei Hobby jedes Jahr vom Band. Bei den Wohnmobilen waren es zuletzt etwa 3000 Stück. „Wir sind Marktführer in unserem Kerngeschäft, dem Wohnwagenbereich“, sagt Marketing-Leiter Frank Maukel. „Im Reisemobilbereich wollen wir unsere Position noch ausbauen.“ Gelingen soll dies durch die bewährten Stärken der Firma. Vor allem anderen betont Maukel das Preis-Leistungs-Verhältnis. „Wir sind nicht die Billigsten und auch nicht die Teuersten, sondern stark in der Mitte. Bei uns bekommt man für sein Geld wirklich viel Leistung. Und unsere Fahrzeuge sind immer vom Werk aus reisefertig.“ Lockangebote, bei denen zum vermeintlich günstigen Preis erst noch zig notwendige„Extras“ dazukommen, gebe es bei Hobby nicht.

ERFOLGSREZEPTE MASSE...

Die günstigen Preise sind möglich durch das große Fertigungsvolumen. Eine Herausforderung sei dabei die allgemeine Preissteigerung der vergangenen Jahre, die auch am Wohnwagen und -mobilmarkt nicht vorbei ging. „Trotzdem wollen wir sicherstellen, dass wir ohne Qualitäts- und Ausrüstungsverluste bezahlbar bleiben“, so Maukel. Auch hierbei lautet die Antwort Masse. Denn je mehr man produziert, desto kostengünstiger das einzelne Fahrzeug.„Dabei sind wir die einzigen Volumenhersteller, die komplett in Deutschland produzieren“, erklärt Maukel. Das betrifft nicht nur die Endmontage – auch ein Großteil der Fahrzeugteile werden am Firmensitz in Fockbek selbst oder nahebei angefertigt. Das geht bei den Fahrgestellen und der Feuerverzinkung los und weiter bei der Innenverkleidung und Möblierung in der Näherei, Tischlerei und Lackiererei. Was Hobby laut Maukel außerdem besonders macht, sind die europaweit mehr als 350 Händler und Servicepartner. „Das heißt, egal wo man in Europa ist, der nächste Händler ist nicht weit.“ Und nicht nur in Europa ist Hobby aktiv, sondern auch in Asien und Südamerika. „Auch in einigen osteuropäischen Ländern sehen wir ein starkes Wachstumspotenzial - etwa in Tschechien.“

...UND VIELFALT

Zur Masse kommt die Vielfalt: Weit über 60 verschiedene Grundrisse hat Hobby im Portfolio, um möglichst jeder Kundengruppe etwas bieten zu können. 40 Prozent seiner Fahrzeuge verkauft die Firma ins Ausland - die meisten davon innerhalb Europas. Auch hier hilft die große Produktvielfalt, denn jedes Land hat seine speziellen Anforderungen: In Skandinavien sind Fußbodenheizung und beheizbarer Wassertank ein Muss, in Spanien fragt niemand danach. Für die Franzosen gehört ins mobile Heim ein Queensbett. Ob Deutschland, Schweden oder Frankreich - das Thema Nachhaltigkeit wird für Hobby mit jedem Jahr wichtiger - auch wenn es für das Unternehmen kein Neuland sei.„Schon bevor das Wort Nachhaltigkeit populär war, haben wir etwa unsere Holzabfälle zur Wärmeproduktion genutzt“, sagt Maukel. Und auch die Produkte selbst und deren Fertigung würden kontinuierlich in diese Richtung entwickelt. So erprobe man Dämmstoffe aus recycelten PET-Flaschen und Solaranlagen auf den Fertigungshallen.

NEUHEITEN AUF DER CARAVAN UND CO.

Seine neuesten Fahrzeuge stellt Hobby auch auf der Caravan-und-Co.-Messe vor - darunter ein komplett neues Reisemobil-Portfolio mit neuer Chassis-Generation und frischem Look. Welche Bedeutung die Messe für die Firma aus Fockbek hat, zeigt sich schon an der Ausstellungsfläche von 2500 Quadratmetern.„Die Caravan und Co. ist für uns nicht vergleichbar mit anderen Messen, keine normale Regionalmesse, sondern eine ganz besondere, weil sie direkt vor unserer Haustür stattfindet“, bestätigt Maukel.
Das ist auch aus einem anderen Grund praktisch. Denn, so Maukel, man nutze die Gelegenheit zugleich, um sich als einer der größten Arbeitgeber Schleswig-Holsteins zu präsentieren.„Neben unseren Produkten werden wir mit Personal aus dem Werk vor Ort sein. Und auch unsere 50 Azubis kommen auf die Messe.“ Der Messebesuch könnte sich also gleich in mehrfacher Hinsicht lohnen.

Sven Raschke


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