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Biene und Raps - Kuh und Tank

Rapsfelder für Biokraftstoffe und Futtermittel sind ein wichtiger Lieferant von Nektar und Eiweiß für gesunde Bienenvölker. Foto: djd/Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie/Bernard Bodo

Win-Win-Situation für Natur und Landwirtschaft

Bienen gehören zu den wichtigsten Nutztieren für die Menschheit. Sie liefern wertvollen Honig und weitere Produkte wie Pollen oder Propolis, das etwa in der Hautpflege verwendet wird. Besonders wichtig: Rund 85 Prozent unserer Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Ein enges Verhältnis hegen die brummenden Insekten auch zum Raps. Er ist ein wichtiger Faktor für die Entwicklung der Bienenvölker, denn die Rapsblüten der weithin sichtbaren gelben Felder sind reich an Eiweiß in den Pollen und an zuckerhaltigem Nektar.

Unternehmen aus der Region

Raps trägt aber noch in anderen Bereichen zur Nachhaltigkeit bei. Ein Feld mit der Größe von einem Hektar liefert neben rund 100 Kilogramm Honig auch etwa 1600 Kilogramm Rapsöl, das unter anderem in der Biodieselherstellung verwendet wird. Der Vorteil: Biodiesel aus Rapsöl verursacht laut dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie rund 70 Prozent weniger Treibhausgase als fossiler Diesel. Die Nachfrage nach heimischem Raps sorgt für Einkommen in der Landwirtschaft und Beschäftigung im ländlichen Raum.

Der Rapsanbau passt auch zur Eiweißpflanzenstrategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Unterstützung einer nachhaltigeren Landwirtschaft.

Unternehmen aus der Region

Nochmals mehr Masse als Honig und Rapsöl macht der Anteil Nutztierfutter an der Gesamtproduktion aus. Ein Hektar Raps liefert 2100 Kilogramm Rapsschrot, mit dem sich zum Beispiel drei Milchkühe für ein ganzes Jahr lang mit hochwertigen Proteinen versorgen lassen. Auch hier schafft der heimische Anbau mehr Unabhängigkeit und ersetzt Soja, das aus Übersee importiert wird. Mit heimischem Rapsschrot gefütterte Kühe liefern so auch gentechnikfreie Milch. Der Anbau von Raps freut daher nicht nur die Bienen, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit in der Ernährung und bei Kraftstoffen. djd

► Unter www.biokraftstoffverband.de gibt es dazu viele weitere Hintergrundinfos.


Mehr Wissen über das Essen

Rund um die Ernährung und den eigenen Garten gibt es viel zu erfahren. Ein Portal des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) geht auf etliche Aspekte dazu verbrauchernah ein. Auf „Landwirtschaft.de“ erfahren Sie zum Beispiel, was Honig zu Bio-Honig macht, warum ein Eidotter gelber ist als andere, wann und wie Sie Ihren Obstbaum schneiden müssen und ob Grünkohl wirklich Frost braucht. All das wird auf der Website für Laien verständlich erklärt. Die Themenbereiche sind vielfältig: Tier und Pflanze, Wirtschaft, Umwelt, Garten, Einkauf und Infothek - alle sind noch mal in Unterkapitel aufgeteilt.

Falls am Ende noch eine Frage offenbleibt, können Verbraucher und Verbraucherinnen diese über eine Online-Maske stellen. Das BZL leitet sie an Landwirte und Landwirtinnen weiter und veröffentlicht die Antworten auf der Website.

Anregungen für Eltern und Kinder

Eine Fundgrube für Eltern sind die Aktionsideen für Kinder in der Infothek. Haben Ihre Sprösslinge schon mal Kresse-Kunst wachsen lassen oder ein Kartoffel-Labyrinth gebastelt? Oder in einer Schale einen Wichtelgarten entstehen lassen? Passend zum Wetter kommt mit diesen Anregungen drinnen wie draußen garantiert keine Langeweile auf. In der Infothek finden Interessierte außerdem Grafiken, Erklärfilme und einen Podcast. dpa


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