Wer heute neu baut, wird möglicherweise auch darüber nachdenken, was mit dem Eigenheim in 60 oder 70 Jahren passieren wird. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es wichtig, vorausschauend über lange Zeitetappen hinweg zu planen. Denn mit der Entscheidung für recycelbare Materialien schaffen Bauherren die Voraussetzungen für eine spätere Weiternutzung wertvoller Rohstoffe. Das schont Ressourcen und trägt zu einer besseren Ökobilanz von Gebäuden bei. Das Baumaterial Beton etwa, das schon in der Antike von Menschen genutzt wurde, lässt sich zu 100 Prozent wiederverwenden.
Bereits heute wird das Baumaterial häufig wiederverwendet, beispielsweise in Form von sogenanntem Betonbruch. Dieser Recyclingbaustoff hat sich als Gesteinskörnung in neuem Beton oder als Trag- und Frostschutzschicht im Straßenbau bewährt. In Zukunft sind noch größere Mengen aus Rückbauten im Hochbau zu erwarten. „Bei konsequenter Nutzung der Kreisläufe könnten schätzungsweise 50 Millionen Tonnen Primärrohstoffe durch den Einsatz von Recycling-Gesteinskörnung eingespart werden“, sagt Julian Biermann, Projektleiter Nachhaltigkeit beim Informationszentrum Beton. So könnte es auch möglich sein, komplette Bauteile erneut zu verwenden.
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Die elegante Lösung bei wenig Platz
Schiebetüren sind Hingucker und praktische Raumteiler zugleich
Wer sich frischen Wind für das Zuhause wünscht, muss nicht gleich an eine Kernsanierung denken. Oft reichen schon wenige, dafür aber gezielte Renovierungen, um den eigenen vier Wänden ein neues Raumgefühl zu geben. Wo bisher sperrige Türblätter im Weg standen, können Schiebetüren eine Alternative sein, die Platz spart, mehr Durchgang schafft und Räume zugleich trennt und verbindet.
Gerade in engen Wohnsituationen, in denen jeder Quadratmeter zählt, sind sie eine naheliegende Lösung. Doch ihr Reiz ist nicht nur praktischer Natur: Die leise auf Schienen gleitenden Türblätter werden selbst zum Gestaltungselement und lassen je nach Material mehr oder weniger natürliches Licht hindurch und verändern so die Wirkung eines Raumes. Aus großzügigen Lofts und dem Industrial Style sind sie nicht wegzudenken.
Technik, die man nicht sieht
Hinter dem leisen Gleiten steckt ein technisches Prinzip: Im Gegensatz zu Standardtüren, deren Gewicht einseitig an Scharnieren hängt, wird die Last bei Schiebetüren ober- oder unterhalb über Schienensysteme aufgenommen. Das ermöglicht selbst bei groß dimensionierten und schweren Türflügeln eine dauerhaft stabile Führung und ein leichtes Öffnen.
„Für zusätzlichen Komfort im Alltag sorgt ein optionaler Softclose-Beschlag. Diese Technik bremst den Türflügel beim Erreichen der Endposition sanft ab und verhindert so ein unkontrolliertes Anschlagen“, erläutert Marcus Braunshausen von Türenheld.de. Besonders im Trend liegen sogenannte door-Schiebetüren. BarnInspiriert von klassischen Scheunentoren, sind sie mit markanten, freiliegenden Rollenbeschlägen ausgestattet und schaffen in Kombination mit einer massiven Holztür im Nu einen ausdrucksstarken Industrial-Style in den eigenen vier Wänden.
Zwischen Privatsphäre und Offenheit
Wer es klassischer mag, kann zu Weißlack-Ausführungen greifen, die mit ihrer zurückhaltenden Optik zu vielen Wohnstilen passen. Für mehr Licht, etwa in dunkleren Fluren, bieten sich Glasschiebetüren an. Natürliche Akzente setzen Varianten aus Vollholz oder widerstandsfähigen CPL-Oberflächen.
Je nach Material und Ausführung spielen Schiebetüren mal stärker mit Offenheit, mal mit Rückzug – und schaffen selbst im Loft Zonen der Privatsphäre. Neben dem Designaspekt trägt der Faktor Barrierefreiheit zur wachsenden Beliebtheit von Schiebetüren bei: Sie lassen sich leicht handhaben und bieten, insbesondere in einer zweiflügeligen Ausführung, breite Durchgänge.
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