Wer ein Eigenheim kaufen oder bauen möchte, benötigt dafür in der Regel einen Kredit. Nur: Ganz ohne Sicherheiten gewähren Banken diesen meist nicht. Was es braucht, sind Vermögenswerte, die Darlehensnehmer vorweisen können - das sogenannte Eigenkapital.
Dazu zähle alles, was sich flüssig machen lasse, sagt Dirk Stein vom Bundesverband deutscher Banken. Also neben Geld auf Tages- oder Festgeldkonten etwa Wertpapiere, Sparguthaben aus zugeteilten Bausparverträgen oder angespartes Vermögen in Riesterverträgen.
"Auch Fördermittel, zum Beispiel der KfW, zählen zum Eigenkapital", sagt Thomas Hentschel von der Verbraucherzentrale NRW. Gleiches gilt für Arbeitgeberdarlehen oder private Darlehen von Freunden oder Verwandten. Wertvolle Münzsammlungen oder Gemälde können genauso zum Eigenkapital gehören wie Auszahlungen und Rückkaufswerte aus Lebensversicherungen oder vorhandene, schuldenfreie Baugrundstücke.
Wichtig ist, dass das Geld zum Finanzierungszeitpunkt auch zur Verfügung steht. Also etwa Festgeld oder Lebensversicherungen rechtzeitig gekündigt oder Aktien verkauft wurden. Einzige Ausnahme: Soll das Eigenkapital gar nicht in die Finanzierung gesteckt werden, sondern der Bank nur als Sicherheit dienen, muss es nicht liquidiert werden.
Dann bewertet die Bank diese Vermögenswerte nur und sichert sich den Zugriff für den Fall der Zahlungsunfähigkeit des Kunden.
dpa-mag