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Welche Ausbildung passt zu mir?

Wo liegen meine Talente, was macht mir Spaß, was ist realistisch? Wer am Anfang seiner beruflichen Karriere sinnvolle Fragen stellt, macht schon mal vieles richtig. Foto: stock.adobe.com/New Africa

Ein jobcoach rät: Was Berufsstarter bedenken sollten

Taja Maria Lund Setzke aus Freienwill in der Nähe von Flensburg ist von Berufswegen Jobcoach. Zu ihr kommen Menschen, weil sie beruflich gern neue Wege gehen möchten, Hilfe bei Bewerbungen benötigen oder sich noch Gedanken machen, welche Ausbildung für sie überhaupt die richtige sein könnte. Für uns hat die Deutschdänin einen kleinen Fragenkatalog zusammengestellt – mit allerlei Aspekten, die bei der Auswahl der richtigen Ausbildung relevant sein können und mit denen sich Berufsstarter einmal auseinandersetzen sollten. 

Unternehmen aus der Region

Eigene Interessen und Stärken analysieren: 

Welche Tätigkeiten machen Spaß? Welche Fähigkeiten liegen dir besonders gut? Fragt dafür gern Freunde, Familie, Lehrer und dann vergleicht und überlegt, was dir auch wirklich Spaß macht.

Welche Rolle übernimmst du in Gruppen? 

Ideen finden, planen, Aufgaben delegieren, Präsentation erstellen, Handout erstellen, Vortrag halten, eine Übung vorbereiten, eine Übung mit den anderen Schülern leiten? Das, was dir am besten liegt, könnte dir ein guter Hinweis bei der Berufswahl sein.

Welche Berufe üben deine Eltern aus? 

Es darf deine Wahl sein, nicht die deiner Eltern. Viele lassen sich dazu verleiten, den Traum der Eltern zu übernehmen. Höre auf dein Herz aber lass dich auch inspirieren.

Jobcoach Taja Maria Lund Setzke. Foto: Jörg Oestreich
Jobcoach Taja Maria Lund Setzke. Foto: Jörg Oestreich

Zukunftsperspektiven prüfen. 

Gibt es in diesem Beruf gute Karrierechancen und Entwicklungsmöglichkeiten?

Arbeitsmarkt recherchieren. 

Wie gefragt ist der Beruf aktuell und in Zukunft? Gibt es genug potenzielle Arbeitgeber dort, wo du leben willst?

Ausbildungsinhalte vergleichen. 

Welche Schwerpunkte werden in der Ausbildung vermittelt? Schau dir die Inhalte genau an.

Praktika oder Schnuppertage nutzen. 

Eine praktische Erfahrung hilft, sich ein besseres Bild vom Beruf zu machen. Bist du unsicher, was genau du machen willst? Versuche, mehrere Praktika zu bekommen.

Unternehmenskultur und Arbeitsklima. 

Wie ist das Team? Fühlst du dich im Betrieb wohl? Ein Schnuppertag oder ein Praktikum in dem Betrieb kann dir ein erstes Gefühl vermitteln.

Unternehmen aus der Region

Ausbildungsvergütung berücksichtigen. 

Wie viel verdient man während der Ausbildung? Ist das ausreichend für deinen Lebensstil?

Wo findet der Unterricht statt? 

Musst du dafür über mehrere Wochen am Stück bei der Schule wohnen? Oder gibt es eine Berufsschule am Ort?

Standort und Pendelweg.

Wie weit ist der Ausbildungsbetrieb entfernt? Ist ein Umzug notwendig?

Weiterbildungsmöglichkeiten prüfen. 

Gibt es nach der Ausbildung gute Chancen für Spezialisierungen oder einen Aufstieg?

Unternehmensgröße bedenken. 

Möchtest du lieber in einem großen Konzern oder einem kleineren Betrieb arbeiten?

Arbeitszeiten und Schichtarbeit berücksichtigen. 

Gibt es regelmäßige Arbeitszeiten oder Schichtdienste? Bist du morgens fit oder eher Spätaufsteher?

Branchenvergleich machen. 

Gibt es ähnliche Berufe, die vielleicht noch besser passen könnten?

Übernahmechancen prüfen. 

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, nach der Ausbildung übernommen zu werden? 

Erfahrungsberichte lesen.

Was sagen aktuelle oder ehemalige Azubis über das Unternehmen und die Ausbildung?

Persönliche Entwicklungsmöglichkeiten abwägen. 

Kannst du dich in diesem Beruf persönlich weiterentwickeln?

Abwechslung und Tätigkeitsvielfalt beachten.

Bietet die Ausbildung verschiedene Aufgabenbereiche oder ist sie sehr einseitig?

Spaßfaktor nicht vergessen.

Der Beruf sollte nicht nur sinnvoll sein, sondern auch Freude bereiten.

Beratung nutzen.

Lehrer, Familienmitglieder, ein Coach oder Karriereberater können wertvolle Tipps geben.

Moderne und zielgerichtete Bewerbungsunterlagen vorbereiten. 

Hier kann ein Coach oder Karriereberater wichtige Tipps geben.

Fähigkeiten, Eigenschaften und Interessen zeigen.

Schon in den Bewerbungsunterlagen muss man erkennen können, wer du bist.
jvo


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