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Alternative zum Glühwein

Traditionsbewusst: das Kakabellenbier. Foto: pba

Durstlöscher mit historischen Wurzeln

Die Adventszeit beginnt und lockt Glühwein, mit Glögg und Punsch. Doch wer auf diese Heißgetränke absolut keinen Appetit (mehr) verspürt, kann seinen Durst mit einem kühlen Kakabellenbier löschen - eine heimische Spezialität, die in unserer Region auf eine lange Geschichte zurückblickt.

Unternehmen aus der Region

Bereits im 16. Jahrhundert war Eckernförde ein bekannter Brauerei-Standort. So orderte Herzog Adolf zu Gottorf für die Feier seiner Hochzeit mit Christine von Hessen im Jahr 1565 viele Tonnen des damals stark malzhaltigen Getränkes. Selbst der auf Schloss Sonderburg in langer Gefangenschaft gehaltene König Christian II. hat – noch erhaltenen - Bestelllisten zufolge - aus Eckernförde bezogen. Bier

„Quackeltheiss❝ für den Kardinal

Seinen Namen soll das „Kakabille“-Bier angeblich Kardinal Raimund Pérault verdanken, der 1503 als päpstlicher Legat in der Ostseestadt das damals noch „Quackeltheiss“ genannte Getränk genoss. Da dieses der Legende nach seiner gestörten Verdauung auf die Sprünge geholfen hat, soll er in Anspielung auf das lateinische „cacare belle“ den später populär gewordenen Namen Kakabille vorgeschlagen haben. Allerdings gibt es in Schleswiger Archiven schon frühere Spuren dieser Bezeichnung.

Cacabelle-Bekken heißt auf einer Karte von 1768 auch der damals noch kräftige Bach, dessen Wasser im 16. Jahrhundert über Holzrohre in die Kieler Straße geleitet wurde, wo es dann aus Brunnen geschöpft werden konnte. Die unzureichende Qualität des damals zur Verfügung stehenden Eckernförder Wassers war wohl unter anderem Schuld am Niedergang der hiesigen Brauereien.

Viele Jahre war das Kakabellenbier aus dem Angebot verschwunden, bis 1995 der Eckernförder Hendrik Lückenga die Geschichte um diesen Gerstensaft neu entdeckte und eine Neuauflage brauen ließ. Einige Jahre später wurde es wieder still um dieses Eckernförder Original, doch jetzt hat sich mit der Brauerei Kirschenholz Schillsdorf ein Hersteller gefunden, der das Bier nach dem Originalrezept wieder braut und in Eckernförde bereits in einigen Supermärkten und gastronomischen Einrichtungen erfolgreich anbietet. in

(pba; Quelle: ECKernförde Lexikon der Heimatgemeinschaft Eckernförde in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Regionalgeschichte der Christian-Albrecht-Universität Zu Kiel)


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