T ürchen auf und Schokolade rein - die Vorfreude auf Weihnachten zergeht buchstäblich auf der Zunge. Zwei von fünf Deutschen verschenken einen Adventskalender, so eine jüngste Umfrage von Statista.
Kepler eine Märchenwelt in 24 Miniaturbildern zeichnen. Dieser Kalender wurde als Beilage in einer Stuttgarter Zeitung zu Werbezwecken verschenkt. Wenige Jahre später ging Lang dann mit seiner Idee auf den Buchmarkt. Jetzt waren die Kinder gefordert, die Bildchen auszuschneiden, die pädagogisch wertvollen Sinnsprüche auf der Rückseite zu studieren und dann mit der gummierten Rückseite auf einen Karton zu kleben. Das Abzählen der Tage bis Weihnachten lehrtedie Kinder in bürgerlichen Kreisen Geduld und Disziplin.
Ab 1920 mit Schokolade gefüllt
Geduldig müssen aber nicht nur Kinder sein. Sind wir alle mal ehrlich: tasten nicht auch Große heimlich das Verpackte ab und raten, was darin sein könnte? Oder öffnen das verklebte Türchen zum 24. heimlich mit der Nagelschere schon mal... und und linsen
Nach einem ersten großen Erfolg steckte Lang in den 1920er-Jahren hinter die Fenster Schokolade. Seither feiert der Adventskalender seinen Erfolg. Die Motive der Adventskalender haben eine wechselvolle Tradition. Gesellschaftliche Trends und kulturgeschichtliche Veränderungen, propagandistische Kriegskalender in der Nazizeit, oder christliche Motive wie Jesus in der Krippe, Märchenmotive oder Mäuseweihnachten. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Inzwischen ist der Adventskalender-Markt ein lukratives Vorweihnachtsgeschäft geworden. Von Kosmetik, Bier, Nüssen, Müsli, Handwerkszeug, Socken, Spielzeug, Schmuck - es gibt nichts, was nicht in einen Kalender gepackt werden kann.
Herzensfreude pur sind hingegen selbstgemachte Adventskalender. Hier kennt die Kreativität keine Grenze und der Beschenkte kann sich auf individuelle Präsente freuen, die ihm die Zeit bis Weihnachten versüßen.
Frohe Wartezeit!
Die Farben von Weihnachten
Grün gilt als Sinnbild für das ewige Leben, Gold ist das Symbol für Reichtum und das göttliche Leuchten
Die klassischen Weihnachtsfarben Rot, Grün, Gold und Silber haben eine lange Tradition. Ihre Bedeutung entspringt religiösen, kulturellen und natürlichen Zusammenhängen und geht weit über Dekoration hinaus.
So steht das klassische Weihnachts-Rot mit dem Blut Christi in Verbindung In vorchristlicher Zeit symbolisierte es Lebenskraft. Hagebutten, Weißdornbeeren und Äpfel sicherten damals das Überleben im Winter. Im Mittelalter wurden rote Äpfel an den Paradiesbaum gehängt. Historisch nicht belegt ist die Erzählung, dass 1847 ein Glasbläser in Lauscha eine rote Kugel aus farbigem Glas erfand, weil er sich in diesem Jahr keine teuren Nüsse oder Äpfel für seinen Baum leisten konnte.
Grün gilt als Sinnbild für das ewige Leben. Immergrüne Pflanzen wie Stechpalme, Tanne, Efeu und Mistel galten in vorchristlichen Kulturen als Symbole für das ewige Leben. Die Römer schmückten während der Winterfeste zu Ehren des Gottes Saturn ihre Häuser mit immergrünen Lorbeer- und Stechpalmenzweigen. In unserem Weihnachtslied „Oh Tannenbaum“ werden die „grünen Blätter“ für ihre trostspendende Kraft in kahler Winterzeit dankend besungen.
Gold ist das Symbol für Reichtum und das göttliche Leuchten. Die Heiligen drei Könige bringen Gold als ein Geschenk für den neugeborenen König mit. Im Mittelalter kamen vergoldete Nüsse traditionell an Weihnachtsbäumen. Sie symbolisierten an sowohl Wohlstand als auch das Licht Christi. Silber erinnert in dunkler Winternacht an das sanfte Licht des Mondes und die Sterne, die den Weg zur Krippe gezeigt haben. Eine besondere Bedeutung der Farbe Silber finden wir im Silberlametta, das im 17. Jahrhundert in Nürnberg hergestellt wurde. Es sollte die schimmernden Eiszapfen eines Winterwalds nachbilden und das Kerzenlicht reflektieren.
Weiß ist die Farbe des Schnees und des unberührten, jungfräulichen Neubeginns. Weiß ist ein Symbol für Reinheit und Unschuld und repräsentiert in diesem Sinne das Jesuskind. Als Farbe des reinen Lichts wird Weiß mit der Ankunft Gottes und dem himmlischen Glanz verbunden.
Damit sind wir bei den Weihnachtsfarben 2025 angekommen. Sie sind in diesem Jahr sehr vielseitig. Beliebt sind Beige, Salbeigrün und Zimtbraun, oft kombiniert mit Gold. Gleichzeitig liegen kräftige Farben wie Burgunderrot und Wald- oder Tannengrün im Trend.