Trauer ist ein schmerzhafter, oft einsamer Prozess – doch muss er das sein? „Wir brauchen liebe Menschen, um gut unterstützt und mit viel Rücksicht aufgenommen zu werden, um diesen langen Weg der Trauer gehen zu können“, sagt die Trauerbegleiterin Chris Paul im Gespräch mit Gesundheitsmagazin dem „Apotheken Umschau“ (Ausgabe 5B/2025).
Viele fühlen sich unsicher im Umgang mit Trauernden. „Man weiß nicht, wie man sich verhalten soll, hat Angst, etwas Falsches zu sagen“, so Paul. Ihre Empfehlung: „Uneitel“ helfen – nicht für ein Dankeschön, sondern weil ein Mensch in Not ist. „Dann reicht es oft, nur ein bisschen da zu sein, zu reden. Das heißt Normalität.“ Ein weit verbreitetes Missverständnis: dass Trauern bedeute, loszulassen. „Im Gegenteil“, sagt Chris Paul. Studien zeigten, dass es vielen Menschen helfe, mit den Verstorbenen in Verbindung zu bleiben – sei es durch Erinnerungen, Rituale oder Zeichen.
Auch alltägliche Gesten wie das Tragen eines Erinnerungsstücks oder das Gespräch am Grab seien heilsam:„Wenn ich eine gute innere Verbindung zu den Verstorbenen habe, habe ich tatsächlich mehr Entspannung und Liebe für die Lebenden.“
Bettina Lüke
Transparente Preise und persönliche Beratung
Eine Forsa-Umfrage aus dem September 2024 zeigt die Prioritäten der Verbraucher bei der Auswahl eines Bestattungsunternehmens. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die meisten eine hohe Qualität ohne versteckte Kosten wünschen. Rund die Hälfte der Befragten gab an, dass ihnen in der Zeit der Trauer eine gute Begleitung durch ein Bestattungsunternehmen besonders wichtig ist. Zwei Drittel der Befragten betonen, dass eine kompetente, umfassende und individuelle Beratung entscheidend sei. Dass die Leistungen zu einem günstigen Preis erbracht werden, war etwa jedem Zehnten wichtig. Vielmehr gaben 37 Prozent der Befragten an, dass der Gesamteindruck der Leistungen entscheidend für ihre Wahl sei, und 43 Prozent achten vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.
BdB/msl