Wer glaubt, dass ein seit 50 Jahren bestehender Dorfkrug in einer nur kleinen Gemeinde zum alten Eisen gehört, irrt gewaltig. Eines besseren belehrt werden all diejenigen, die dem Bredenbarger Kroog in Breitenberg einfach mal einen Besuch abstatten. Dann nämlich lernen sie nicht nur die Gaststätte mit Saalbetrieb und den zehn Pensionszimmern kennen, sondern auch die Wirtin Ines Randschau-Dammann. Gelegenheit dazu bekommen all diejenigen, die sich dem Bredenbarger Kroog verbunden fühlen, am Samstag, 5. April, ab 18.30 Uhr bei einem kleinen Imbiss.
Viel mehr als nur eine Kneipe

Für die Wirtin ist der 1975 von ihren Eltern Helga und Hermann Randschau gegründete Dorfkrug inzwischen viel mehr als nur eine Kneipe. Mit viel Herzblut und einer großen Portion Leidenschaft sorgt die Inhaberin seit 2016 stets mit einem Rund-um-Service für das Wohlbefinden und Zufriedenheit ihrer Gäste.
Und die wissen genau das auch nach 50 Jahren noch immer sehr zu schätzen. Wie sonst ist es sonst zu erklären, dass nahezu alle Vereine, Organisationen und Betriebe sowie Privatpersonen aus der Gemeinde, den umliegenden Moordörfern oder aus der naheliegenden Umgebung zu ihren Versammlungen, Trauerfeiern, Jubiläen, Betriebs- oder sonstigen Familienfeiern in den Bredenbarger Kroog einladen.
„Bei großen Feierlichkeiten, wie beispielsweise einer Hochzeit, biete ich zwar kein Festessen oder Mehr-Gänge-Menu an, aber selbstverständlich kann ich meinen Gästen einen Caterer empfehlen“, sagt Randschau-Dammann.
Eine Selbstverständlichkeit für sie aber sei es, die passende Dekoration für die jeweilige Feierlichkeit zu übernehmen. Selbst als Köchin aktiv aber wird die stets gut gelaunte Gastwirtin, wenn sich kleinere Gruppen bei ihr zum Essen anmelden.
„Gerne angenommen wird unter anderem das Schnitzelessen, aber auch mein „Sauerfleisch á la Mama“ oder sonstige Hausmannskost kommt bei den Gästen immer wieder gut an“, freut sich Randschau-Dammann, für die der Beruf der Gastwirtin längst zu einer Berufung geworden sei.

Langeweile ist der Breitenbergerin daher auch ein Fremdwort. Ist sie gerade mal nicht mit dem Andecken der Tische, der Dekoration oder auf der Suche nach dem passenden Catering beschäftigt, kümmert sie sich auch um die Gestaltung und Sauberkeit der drei Einzel- und sieben Doppelzimmer. „Unter der Woche sind diese meist an Monteure vermietet, an Wochenenden werden diese eher von Angereisten zu Familienfeiern gebucht“, weiß die Wirtin, zu deren Aufgabe daher auch das Zubereiten des Frühstücks für die Gäste gehöre. Und das wird insbesondere in der warmen Jahreszeit auch gerne auf der Sonnenterrasse, auf der rund 20 Gäste einen Platz finden, eingenommen.
Auch heute noch erinnert sich Ines Randschau, die in dem Familienbetrieb groß geworden ist, immer wieder gerne zurück an alte Geschichten.
In der alten Scheune fing alles an
Eine davon ist die Entstehungsgeschichte der alten, aber jung gebliebenen, Dorfkneipe.„In einer alten Scheune meines Großonkels fing alles an“, sagt Ines Randschau-Dammann und lässt nicht unerwähnt, dass die zurückliegenden Jahrzehnte ein halbes Jahrhundert voller Emotionen, trauriger, schöner und lebhafter Ereignisse mit sich gebracht habe. Und genau die bleiben bei Ines Randschau-Dammann für immer im Herzen.
Kristina Mehlert