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50 Jahre Autohaus Koller: Liebe geht durch den Wagen

Die Ausstellungshalle.

Ein frischer Wind weht durch die heiligen Hallen des Autohauses.

Das Autohaus Koller ist nicht zu übersehen. Von Wyk kommend am Ortseingang von Alkersum gelegen, lässt der Anblick gepflegter Oldtimer im großzügigen Ausstellungsraum so manches Herz höher schlagen. Im Gespräch mit dem „Insel-Boten“ berichtet Chef Jürgen Koller, Baujahr 1980, wie alles begann und was momentan so los ist, der gesamte Betrieb werde einmal „auf links gedreht“, die vor einem Jahr begonnenen Planungen und Vorbereitungen für die große Jubiläumsfeier befänden sich nun im Endspurt. 

Unternehmen aus der Region

Vater Dieter Koller absolvierte ab 1965, er war gerade 15 Jahre alt, eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Kfz-Mechaniker im Autohaus Kaim in Leck. Für einen Lohn im 1. Lehrjahr von 55 DM im Monat! Beihilfen standen nicht zur Verfügung; irgendwie gelang es ihm aber, sich trotz Miet- und Lebenskosten bis zur Gesellenprüfung über Wasser zu halten. Verschiedene Stationen als Kfz-Geselle auf Föhr und in Hamburg folgten. 

Unternehmen aus der Region

Später betrieb Dieter Koller, Vater von Jürgen Koller, zusammen mit Franz Petersen in Oevenum, wo sich heute das Café „Macke Pudel“ befindet, in einer umgebauten Scheune eine kleine Kfz-Werkstatt. Nach der Meisterprüfung in Heide dann das Wagnis 1974 Selbstständigkeit: am 15.07.1974 wurde diese angemeldet! Dieter Koller arbeitete zunächst mit einem Mitarbeiter.
Seitdem ist viel passiert. 1983 Werkstattneubau mit drei Hebebühnen und einer Waschecke in Alkersum. 1991 mit Übernahme der Opel-Vertretung auf Föhr, Werkstatterweiterung Neubau einer Ausstellungshalle. Als durch hohe Anforderungen und Auflagen seitens Opel das Händlernetz ausgedünnt wurde, gab das mit Autohaus Koller die Vertretung 2004 wieder ab - verlangte Umbauten für rund 60.000 Euro standen in keinem Verhältnis zum Nutzen. 

Sohn Jürgen, der ab 1996 ebenfalls eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker machte, kehrte 2002 zurück auf die Heimatinsel, nachdem er ein Jahr lang in Kiel gelebt hatte. Nach der Meisterprüfung 2003 übernahm er schließlich 2007 das Lenkrad des väterlichen Betriebes. „Stillstand ist Rückstand“ nach diesem Motto wehte ein frischer Wind durch die heiligen Hallen. Ständige Weiterentwicklung und Anpassung an aktuelle Erfordernisse sind Jürgen Koller wichtig: Im Arbeits- ebenso wie im Privatleben.

ak


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