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Nordstrander Töpferei: Fischmuster - und nun kommt auch das Schaf

Im Verkaufsraum können sich die Kunden ein Bild von den Kunstwerken machen. Fotos: Herbert Müllerchen

Wo früher in einer Bäckerei auf Nordstrand Brot und Brötchen gebacken wurden, entstehen seit 1982 Kunstwerke aus hauseigener Tonmischung

Die Nordstrander Töpferei feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Wo früher in einer Bäckerei auf Nordstrand Brot und Brötchen gebacken wurden, entstehen seit 1982 Kunstwerke aus hauseigener Tonmischung. „Die zündende Idee zur Gründung der Insel-Töpferei hatte Katrin Petersen“, erläutert der heutige Geschäftsführer und Inhaber Falk Petersen. Lauri Jacobsen führte bis 2010 das Unternehmen. „Vor zwölf Jahren übernahm ich dann die Töpferei von meinem damaligen Chef Lauri Jacobsen“, so Petersen.

Vor 22 Jahren begann er in der Nordstrander Töpferei seine Ausbildung, die schon damals weit über Nordfrieslands Grenzen bekannt war. „Zu meinem Team gehören inzwischen zehn Mitarbeiter, die mit viel Herzblut und Begeisterung kunstvoll bemaltes Geschirr töpfern“, schwärmt Falk Petersen. Zwei davon sind von von Anfang an dabei. 

Das bekannteste Symbol, womit viele Töpferprodukte bemalt sind, ist das Fischmuster. „Ein zufälliger Wattenmeerfund hat uns dazu inspiriert.“ Inzwischen gehört aber auch das Schaf zu den beliebten Mustern. Heute können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Töpferwerkstatt auf über 250 verschiedene Formen mit über zehn unterschiedlichen Mustern zurück greifen. Das Angebot reicht vom Aschenbecher oder Blumenübertopf bis hin zu Leuchten, Schalen und Lampen. Aber auch Teller und Vasen oder Vorratsgefäße gehören zur festen Angebotspalette. „Auf Wunsch fertigen wir auch Sonderanfertigungen und Einzelstücke“, verspricht der Inhaber und stellt dabei klar: „Unsere Ton-Kunstwerke stellen wir nicht am Fließband her.“ Jedes einzelne Stück sei vom ersten Handgriff bis zum letzten Schliff echtes Handwerk. Drei Brennöfen gehören zum Inventar der Werkstatt. Die Werkstücke werden bei 1290 Grad Hitze gebrannt. Vom ersten Handgriff bis zur Ausstellung können sechs bis acht Wochen vergehen, rechnet Petersen vor. „Die Herstellungszeit ist sehr unterschiedlich, da muss unter anderem die Trockenzeit aber auch die Abkühlzeit mit berücksichtigt werden.“ 

Dabei betont der Geschäftsführer, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Allrounder sind. „Es gibt welche, die sitzen an der Drehscheibe und formen das Meisterwerk und können auch den anschließenden Brennvorgang am Brennofen durchführen.“ Und wenn es notwendig ist, stünden sie auch am Tresen und würden die Waren an den Kunden verkaufen. In der Nordstrander Töpferei werden immer noch auf althergebrachte und bewährte Art die Tonprodukte gebrannt. „,Damit können wir sicher stellen, dass unsere lang haltbaren Erzeugnisse für Geschirrspülmaschine, Mikrowelle und Backofen geeignet sind.“ Die Nordstrander Töpferei habe weit und breit nicht nur einen exzellenten Ruf, sondern zähle auch zu den größten Manufakturen im norddeutschen Raum, erklärt Petersen. So liefert die Nordstrander Manufaktur das Kunstwerk bundesweit aus. „Es kam bereits vor, dass wir nach Australien, Indien oder Amerika geliefert haben“, berichtet er stolz. Und selbst in einem buddhistischen Tempel soll eine Tonschale aus Nordstrand stehen. hjm

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