Das Ehepaar Cröpelin hat gleich mehrere Jubiläen zu feiern: Einmal den 25. Hochzeitstag. „Wir haben uns durch die Zeitung kennengelernt“, sagt seine Frau. „Vor 27 Jahren hatte Rolf eine Anzeige geschaltet.„Ich habe darauf geantwortet.“ Gestartet sind sie als Patchworkfamilie mit gemeinsamen fünf Mädchen. Inzwischen gibt es elf Enkel - und alle verstehen sich prächtig. „Und wir haben super Schwiegersöhne!“ Alle wohnen in der Nähe, das ist bei dem engen Zusammenhalt, der gepflegt wird, besonders schön.
Anja Cröpelin wohnt schon fast immer in Klixbüll, ihr Mann Rolf kommt aus Berlin. „Das ist das nächste Jubiläum: Ich bin genau 30 Jahre hier oben!“
Rolf Cröpelin begann 1995 eine Ausbildung zum Ergotherapeuten und schloss diese 1998 ab. So kam es zum Jubiläum der Drei: 1999 wurde die Ergotherapeutische Praxis gegründet. Rolf und Anja Cröpelin stellten sich bald breiter auf. Anja Cröpelin leitet nicht nur das Büro, sondern baute sich 2007eine private Kindertagesbetreuung auf, die Ausbildung dazu machten am Ende beide. 2007 kam ein erstes Pflegekind ins Haus. „Heute ein gestandener junger Mann!“ freut sich Anja Cröpelin.
Des Weiteren hatte sie eine Kurzzeitpflege für Pflegekinder angeboten. „Die Kleinen blieben unterschiedlich lange!“ Im Hause Cröpelin war also immer etwas was los.


Noch heute ist Rolf für die Kleinen am Morgen zuständig. Die Praxis wuchs über die Jahre.„Wir haben immer angebaut und kamen so zu 400 Quadratmetern.“
Ergotherapie hat zum Ziel, Menschen dabei zu helfen, eine durch Krankheit, Verletzung oder Behinderung verlorengegangene bzw. noch nicht vorhandene Handlungsfähigkeit wieder zu erreichen. Tagtäglich handlungsfähig zu sein bedeutet, dass der Mensch die Aufgaben, die er sich stellt und die, die ihm durch sein Leben bzw. die Gesellschaft gestellt werden, für sich zufriedenstellend erfüllen kann. „Die Behandlung ist die Mobilisation, so dass man zurück in den Alltag kommt“, sagt er. „Die Patienten sind dann zumeist sehr dankbar.“ In der Ergotherapie geht es nun nicht um mechanische Wiederherstellung körperlicher, geistiger oder psychischer Funktionen, sondern darum, dass der Mensch die verschiedenen Rollen und die damit verbundenen Aufgaben in seinem Leben wieder bestmöglich einnehmen kann. In 25 Jahren kommt er auf 70.000 Fälle.
Für das Ehejubiläum gibt es lobende Worte von Anja: "Er ist der beste Mann. Er ist immer da, hilft und macht und tut. Der perfekte Mann." Und auch er ist happy: "Sie ist lieb. Sie hat einen Daumen für Kinder.
Als Hobby haben sie sich das Reisen mit dem Wohnmobil erwählt. Die beste Tour geht so: Mit insgesamt 36 Familienangehörigen geht es alle zwei Jahre nach Dänemark.
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