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Dagebüller Hafen - das „Tor zu den Inseln“

100% Windstrom, neue Wartehalle, Südmole-Instandsetzung & Pläne für Seiteneinstieg. Nachhaltigkeit und Sicherheit für das „Tor zu den Inseln“ als oberste Priorität!

Der Pegelturm ist das Wahrzeichen.
Der Pegelturm ist das Wahrzeichen.

Seit 2011 ist Timo Kiekow der Hafenbetriebsleiter vor Ort. Er sorgt mit seinem Team dafür, dass alles im Hafengebiet gut läuft. Die technischen Einrichtungen und Anlagen müssen immer funktionieren, das beinhaltet viel Arbeit, die hier verantwortungsvoll erledigt wird. „Ruhetage oder zu schlechtes Wetter kennen wir nicht. Wir sind für unsere Gäste und Kunden immer erreichbar, das ist schon ein besonderer Auftrag“, sagt er.

2014: 100% erneuerbare Stromversorgung aus der Region

Nordfriesland gilt als die Heimat und die Vorreiterregion für die Nutzung der Windkraft. Seit dem Jahr 2014 setzt der Hafen Dagebüll vollständig auf Windstrom aus der Region, produziert und geliefert von der Föhrer Windkraft-Gesellschaft. „Ein Hafen, zu 100% mit erneuerbarem Strom betrieben – einmalig“, sagt Geschäftsführer Norbert Gades, der schon lange das Ruder in der Hand hält. -

2021/22: Instandsetzung der Südmole

Die sogenannte Pierplatte am Ende der Südmole mit dem Pegelturm wurde in den 60er Jahren errichtet und stand auf 111 Stahlpfählen. Da die Pfähle durch die Abrostung nicht mehr standhaft waren, wurde der gesamte Bereich der Mole mit einer Spundwand umbaut und anschließend mit Sand verfüllt.

2023 Bahnhofswartehalle durch die NEG

Der Betreiber NEG errichtete auf dem Bahnhof eine Wartehalle als Wetterschutz für die Reisenden. Dieser Bau ist eine große Verbesserung und Bereicherung für den gesamten Hafen. Wer will kann hier bei Sturm und Regen einen Blick auf die tobende See riskieren. Für Touristen und Einheimische ein neues Highlight.

Für den Personenverkehr im Hafen reicht der vorhandene Personenseiteneinstieg nicht aus, weil gleichzeitig mehrere Fähren den Hafen anlaufen. Die Hafengesellschaft plant aus diesem Grunde einen zweiten Seiteneinstieg auf der Nordmole. Für dieses Bauwerk muss die Nordmole um 700 qm verlängert werden. Damit steht der Seiteneinstieg dann auf festem Boden und die Fährschiffe können an der neuen Kaimauer sicher anlegen.

Die Zukunft des Hafens

„Der Hafen wird immer wieder Instandsetzungen und Verbesserungen erfordern“,erklärt Norbert Gades. Die 2000 ausgeführten neuen Spundwände werden in absehbarer Zeit wieder erneuert werden müssen. Die technischen Anlagen Fährbrücken und Seiteneinstieg erfordern eine nachhaltige Pflege, weil sie unmittelbar Wind und Wasser ausgesetzt sind.„Jeder weiß wie schnell elektronische Steuerungen heutzutage veraltet sind und Ersatzteile nicht mehr zur Verfügung stehen“, so der Fachmann.

Unternehmen aus der Region

Nicht vergessen darf man auch die Pflege der Straßen- und Grünflächen, die besonders bei Überflutung sehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Da ist der manchmal noch notwendige Winterdienst relativ einfach. Norbert Gades schaut nach vorn: „Wir müssen erkennen, dass die Sturmfluten mittlerweile öfter und stärker auftreten. Bei jeder Sturmflut müssen unsere Einrichtungen, insbesondere das „Tor zu den Inseln“, gesichert werden“. Dafür ist schon ein erheblicher Personalaufwand notwendig und es spielt keine Rolle, ob es Tag oder Nacht ist. Bei besonders hohen Wasserständen ist es auch die Aufgabe der Mitarbeiter, die Stöpentore zu schließen und das Hinterland vor Überflutung zu schützen.

Unternehmen aus der Region

Heute wie gestern sichert die Hafengesellschaft mit Weitsicht und Tatkraft die Zukunft des Dagebüller Hafens. Und nicht zuletzt die Sicherheit der Bewohner in der Region.


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