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Die gestellten Aufgaben professionell erfüllt

Eine Übung in der Dunkelheit ist für die Feuerwehrleute immer eine besondere Herausforderung.

Vor 125 Jahren, am 20. Februar 1900 begann die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Witzwort. Es war erst die vierte Wehr im damaligen Kreis Eiderstedt – nach Garding, Tönning und Oldenswort, die gegründet wurde. Viele Stolpersteine mussten überwunden werden, bis die Wehr-Initiative tatsächlich in die Tat umgesetzt werden konnte. 

Aus der aktuellen Chronik, die zum 125-jährigen Bestehen aufgelegt wurde, geht hervor, dass sich auf Initiative des Lehnsmann Harder „viele junge und im besten Mannesalter stehende Leute zum Eintritt in die Wehr meldeten“. Bei der ersten Generalversammlung am 20. Februar 1900 wurde Boy Harder zum Wehrführer gewählt und Joh. Zernitz zu seinem Stellvertreter. Bereits vier Wochen später gehörten 26 Männer zur freiwilligen Wehr. Und schon ein Jahr später zählte die Wehr 60 passive Mitglieder. 

Unternehmen aus der Region

Gut ein Jahr nach ihrer Gründung wurde die Feuerwehr zu ihrem ersten Ernsteinsatz gerufen. Ein Hof in der Gemeinde Witzwort stand in hellen Flammen. Zu diesem Zeitpunkt besaß die Wehr bereits eine eigene Spritze. Die damalige Alarmierung klingt für heutige Verhältnisse abenteuerlich. Mit den Zurufen „Es brennt, es brennt“, wurde auf die Gefahrensituation hingewiesen. Drei Bauern stellten ihre Trecker zur Verfügung, um die Spritze an den Einsatzort zu bringen. Das änderte sich 1961, als das erste Fahrzeug, ein Tragkraftspritzenfahrzeug angeschafft wurde. Zwei Jahre später wurden im Rahmen des Katastrophenschutzes Sirenen errichtet. Die technische Ausrüstung verbesserte sich kontinuierlich. Die erste außerordentlich große Herausforderung bildete die Schneekatastrophe 1978. Groß gefeiert wurde am 22. September 1990, als das neue Gerätehaus eingeweiht wurde. 2007 ist wohl in die Geschichte der Ortsfeuerwehr eingegangen. Die Wehr wurde zu ihrem wohl größten und gefährlichsten Einsatz ihrer Geschichte gerufen. Ein Großbrand auf dem Gelände der Meierei ein Witzwort zerstörte den größten Teil des Unternehmens. Im Mai 2008 wurde die Jugendfeuerwehr „Roter Haubarg“ gegründet. 

Unternehmen aus der Region

In den 125 Jahren hatten 15 Wehrführer die ehrenamtliche Gemeindeinitiative zum Teil auch durch stürmische Zeiten geführt. Seit 2019 ist Andreas Lesch Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Witzwort. „Diese 125 Jahre stehen für viele tausend Stunden Einsatz und Übungsstunden, die von Kameradinnen und Kameraden ehrenamtlich geleistet wurden“, so der Wehrführer Andreas Lesch und weiter: „Sie haben die Feuerwehr zu dem gemacht, was sie heute ist, die mit einer hohen Einsatzbereitschaft die gestellten Aufgaben professionell erfüllt.“ 

Auch auf die Jugendfeuerwehr geht Lesch in der neuen Chronik ein. „Hier erleben junge Menschen, wie sehr ihre Hilfe benötigt wird.“ „Ich bedanke mich bei allen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz und stets gute Zusammenarbeit.“ hjm


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