Die Sicherheitslage im Cyberraum ist angespannt, dynamisch und vielfältig. Wirtschaft, Verwaltung und Politik sind durch Angriffe von Cyberkriminellen und staatlichen Akteuren von erpresserischen Ransomware-Angriffen, von Cyberkriminalität, von Cybersabotage und von Cyberspionage bedroht. Das bedeutet jährlich wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe mit wachsender Tendenz. Welche Gefahren im digitalen Raum lauern und wie man sich als Unternehmen davor schützen kann, das war Thema eines Events, zu dem das Unternehmen PCNet GmbH am 8. November ins Hotel Conventgarten nach Rendsburg eingeladen hatte. Die rund 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuhren in interessanten Vorträgen führender Experten aus der IT-Sicherheit und Cyberabwehr viel über Art der Cyberangriffe und deren Verursacher.
Zunehmende Professionalität der Angreifer
Die aktuelle Lage machte deutlich, wie sehr sich die Szene der Cyberkriminalität professionalisiert hat und wie wichtig ein entsprechender Schutz ist. Die Arbeitswelt ist im Wandel, mit homeoffice, Remote office und Multi Office entstehen neue Arbeitswelten, die spezielle Sicherheitsvorkehrungen erfordern. „Das Bild des Computernerds, der im Hinterzimmer an Hackerangriffen arbeitet, um Institutionen, Behörden oder Firmen ihre Datenlecks aufzuzeigen oder Aufmerksamkeit zu erlangen, entspricht schon lange nicht mehr der Wirklichkeit“, so Jens Wieland, neben Torsten Maier einer Geschäftsführer der PCNet GmbH.

„Cyberkriminalität ist heute in vielen Fällen zu einem Geschäftsmodell geworden, so zynisch das auch klingt“. In den Vorträgen von Yannick Fischer (Landeskriminalamt Schleswig-Holstein), Maximilian Pudlo (Securepoint) und Torben Hansen (Hornetsecurity) wurde deutlich, wie sehr sich Art und Ziele der Angreifer unterscheiden. Das Spektrum reicht von staatlichen Akteuren, über Terroristen, Kriminelle und Hacktivists bis zu Vandalen, deren Aktivitäten teils gravierenden Folgen für die Betroffenen haben. Wenn durch Cyberangriffe wie Ransomware, DDoS oder Supply-Chain Arbeitsprozesse gestört, Netzwerke zusammenbrechen oder ganze Unternehmen blockiert werden.
E-Mails als größte Gefahrenquelle
Eines der größten Einfallstore für Cyberangriffe ist allerdings die E-Mail-Kommunikation, so starten 91 Prozent Cyberattacken aller mit einer E-Mail. Am bekanntestes ist hier das sogenannte Phishing. E-Mails, die zum Anklicken eines Links auffordern, um angeblich persönliche Daten zu aktualisieren, einen Gewinn zu bestätigen oder ähnliches. Eine Sensibilisierung der Mitarbeitenden, Schulungen und letztlich auch die Sicherung des E-Mailverkehrs durch einen professionellen Service sind wichtige Faktoren, um dieses „Einfallstor“ so weit wie möglich zu schließen. „Jeder, ob Kleinunternehmer oder große Firma, kann von einer Cyberattacke betroffen werden. Deshalb ist der Aufbau einer ganzheitlichen Sicherheitskultur wichtig. Das betrifft alle Bereiche, wie die Hard & Software, die Mitarbeitenden und die organisatorische Sicherheit“, so Torsten Maier.
„Die Daten sind heute wo etwas wie das Herz des Unternehmens, sie zu sichern sollte oberste Priorität haben. Bei ständig wachsenden Datenmengen und Netzwerken, verbunden mit der steigenden Zahl an Cyberangriffen, eine Aufgabe die bereits viele Unternehmen an dafür spezialisierte Firmen abgeben. So bietet die PCNet GmbH Lösungen für Firmen jeder Größe - vom Einzelunternehmer bis hin zu großen Firmen mit mehreren Hundert Mitarbeitenden - an. „Wir bieten sozusagen alles aus einer Hand. In einigen Bereichen arbeiten wir auch mit Partnerfirmen wie Securepoint oder Hornetsecurity zusammen, sind aber der Ansprechpartner für den Kunden“, erklärt Jens Wieland.
„Wir haben verschiedene Komplett-Schutzlösungen erarbeitet, die wir den Kunden anbieten können. Das ist wie ein Baukasten, basierend auf einem Grundmodell, auf dem wir je nach Anforderung des Unternehmens aufbauen können. So ist es möglich, auch Lösungen für kleinere Firmen anzubieten, die nicht so viel ausgeben können. Fakt ist allerdings auch, dass etwas in die Sicherheit investiert werden muss.“
Prävention ist wichtig

Wie wichtig eine Sensibilisierung für das Thema Cyberkriminalität ist und welchen Stellenwert dieses Thema hat, zeigte auch der Beitrag von Yannick Fischer, vom Landeskriminalamt. In Schleswig-Holstein gibt es mittlerweile sieben weitere Ermittlungsdienststellen für herausragende Cyberkriminalität. Das LKA verzeichnet deutschlandweit im Jahr 2023 fast 135.000 erfasste Fälle, in Schleswig-Holstein allein 3.254. Die Aufklärungsrate liegt derzeit bei 30 Prozent.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Landeskriminalamtes ist – neben der Ermittlungsarbeit - die Prävention. „Wichtig ist, die Menschen für die Gefahren durch Cyberkriminalität und für das Datenbewusstsein zu sensibilisieren“, so Yannick Fischer. „Genau zu prüfen, von wem die Mail kommt, ob sie Sinn macht, ob die Schreibweise des Namens richtig ist. Dann ist Vorsicht bei Anhängen geboten und vor allem sollte man keine persönlichen Daten nach Aufruf von Links einer E-Mail angeben.“ Ganz wichtig ist es, wenn man Opfer eines Cyberangriffes geworden ist, diesen zu melden und Anzeige zu erstatten. Die Ermittlungsarbeit wird aufgenommen, die Betroffenen werden von der Polizei beraten und können sich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit verlassen. Zur Behebung des Schadens sind dann meist auf IT-Sicherheit spezialisierte Firmen erforderlich.
An diesem Vormittag wurde sehr deutlich, wie wichtig das Thema IT-Sicherheit, besonders hinsichtlich zunehmender Cyberkriminalität, geworden ist. Das zeigte sich auch in den Gesprächen, die in der Pause und nach der Veranstaltung mit den Referenten geführt wurden. „Wir haben gemerkt, dass das Thema viele Kunden interessiert und hoffen, dass die Vorträge den einen oder anderen veranlasst, seine IT-Sicherheit zu überdenken. Wir sind jederzeit dafür ansprechbar“, versichert Torsten Maier.
Dörte Dorfer
Problemlöser und Partner in Zeiten wachsender Cyberkriminalität
In Zeiten, in denen Cybercrime und IT-Sicherheit zunehmend an Bedeutung gewinnen, hat es sich PCNet zur Aufgabe gemacht, Unternehmen mit Managed Service Lösungen zu unterstützen und ihre IT-Strukturen zu optimieren. Die Herausforderungen der Zukunft erfordern proaktive Ansätze und fundierte Informationen.
PCNet bietet ein komplettes Liefer- und Leistungsangebot für alle IT-Bereiche und Branchen. Grundanliegen ist es dabei, durch hochqualifizierte Beratung die für den konkreten Einsatzfall richtige Lösung zu finden sowie kundenspezifische durch Schulungen und einen Wartungsservice den effektiven Einsatz dieser Lösung zu betreuen. Durch die starke Vernetzung aller IT-Komponenten entwickelt sich PCNet mehr und mehr zum IT-Service Spezialisten. Kunden geben die Verantwortung für die IT komplett in die Hände von PCNet und können sich so auf ihr Tagesgeschäft konzentrieren.
Die PCNet edv Service GmbH wurde als klassisches Systemhaus 1993 von Jens Groth und Marco Schwiersch gegründet und hat sich zu einem überregional wirkenden leistungsstarken IT-Systemintegrator und IT-Dienstleister entwickelt. Nach einer langen und erfolgreichen Zeit von 30 Jahren wurde 2022 ein Generationenwechsel vollzogen und damit Jens Wieland und Torsten Maier zum Geschäftsführer ernannt. Derzeit arbeitet ein 12-köpfiges Team rund um die IT-Sicherheit für die Kunden des Unternehmens.
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