Auch finanziell und mit Sachspenden ist die Tafel auf die Unterstützung aus der Region angewiesen. Schulen, Unternehmen, Vereine und Privatpersonen helfen seit Jahren mit Lebensmittel- oder Geldspenden. Aber auch Benefizaktionen bringen wichtige Einnahmen. Und auch die Tafel selbst ist regelmäßig im Stadtleben präsent – etwa mit ihrer Tombola auf dem Itzehoer Weihnachtsmarkt. Die Einnahmen daraus fließen vollständig in die Arbeit der Einrichtung.
„Für dieses Engagement sind wir unglaublich dankbar“, sagt Golinja und betont, dass sich dieser Dank an alle richtet, die die Tafel unterstützen – unabhängig davon, ob sie regelmäßig spenden, einmalig helfen oder ihre Freizeit zur Verfügung stellen.

Denn der Bedarf ist weiterhin groß. Die Zahl der Kundinnen und Kunden hat sich im Vergleich zum Vorjahr zwar kaum verändert, doch neue Menschen können derzeit nicht sofort aufgenommen werden. Der Aufnahmestopp besteht weiterhin. Wer Hilfe benötigt, kann sich jedoch registrieren lassen und wird auf die Warteliste gesetzt. In der Regel dauert es höchstens sechs bis acht Wochen, bis eine Aufnahme möglich ist.
Für ältere Menschen oder Menschen, die keinen Zugang zum Internet haben, bietet das Tafel-Team persönliche Unterstützung an. Niemand soll daran scheitern, dass eine Anmeldung online erfolgen muss.
Dabei geht es der Tafel um weit mehr als um die Verteilung von Lebensmitteln. Leiter Torben Ahmling betont, dass die Einrichtung für Humanität, Fairness und Solidarität stehe. Jeder Mensch, der Unterstützung benötige, solle diese auch bekommen – unabhängig von Herkunft, Kultur oder Religion.
Gerade darin liegt eine der wichtigsten Botschaften der Tafel: Hilfe kennt keine Grenzen. Sie fragt nicht zuerst, woher ein Mensch kommt, sondern was er gerade braucht.
So werden aus überschüssigen Lebensmitteln wertvolle Mahlzeiten. Aus freiwillig geschenkten Stunden wird konkrete Unterstützung. Und aus vielen kleinen Beiträgen entsteht etwas Großes: ein Netz, das Menschen auffängt, wenn sie selbst nicht mehr weiterwissen.
Damit dieses Netz auch künftig trägt, braucht die Tafel Itzehoe weiterhin Unterstützung – durch Lebensmittel- und Geldspenden, vor allem aber durch Menschen, die bereit sind, ihre Zeit zu schenken. Denn hinter jeder Kiste, die über den Ausgabetresen geht, stehen nicht nur gerettete Lebensmittel. Dahinter steht insbesondere ein Stück Menschlichkeit. km