Seit Juli ist Kristin Meier die neue Ehrenamtskoordinatorin im Deutschen Roten Kreuz Neumünster. Ihr Motto: „Kleine Gesten können Großes bewirken.“ Mit Begeisterung erzählt sie: „Es ist schön, Menschen zusammenzubringen und zu sehen, wie daraus Besuchsfreundschaften entstehen und diese manchmal sogar Freunde fürs Leben werden. Diese Unterstützung empfinde ich als sehr erfüllend.“
Ein besonders schönes Beispiel sind die Besuchsfreunde: Einmal pro Woche besuchen engagierte Ehrenamtliche jeweils eine Person, die sich über Gesellschaft freut. Sie unterhalten sich, gehen gemeinsam spazieren oder verbringen einfach Zeit miteinander. Diese Begegnungen schenken Nähe, beugen Einsamkeit vor und bringen Lebensfreude auf beiden Seiten. Derzeit engagieren sich rund 20 Freiwillige in diesem Projekt- und Kristin Meier würde sich sehr freuen, wenn noch mehr „Zeitschenkerinnen und Zeitschenker“ dazukommen.
Auch im Second-Hand-Laden „Jacke wie Hose“ leisten knapp 50 Ehrenamtliche wertvolle Arbeit. In den Seniorenclubs treffen sich Spielgruppen, genießen Kaffee und Kuchen oder machen gemeinsam Gymnastik – an verschiedenen Orten in der Stadt, etwa in Faldera, Wittorf und im DRK-Haus in der Schützenstraße. Neue Gruppen sind jederzeit willkommen – Interessierte können sich gern bei Kristin Meier melden.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Initiativen: die Bereitschaft des DRK, die Zentrale Kontaktstelle für Selbsthilfe (ZKS) den Demenzchor und viele andere Projekte, die das Leben in Neumünster bereichern. Kristin Meier legt großen Wert auf Wertschätzung und Unterstützung der Engagierten. Sie sagt: „Die Ehrenamtlichen sind das Herzstück des DRK und bringen Wärme dorthin, wo Strukturen allein nicht ausreichen. Das Hauptamt schafft den Rahmen, das Ehrenamt füllt ihn mit Leben.“ Ihr Wunsch für die Zukunft: dass noch mehr Menschen füreinander da sind, ihre Zeit schenken und gemeinsam etwas bewegen.
Am 5. Dezember, dem Internationalen Tag des Ehrenamts, wird weltweit an die Bedeutung freiwilligen Engagements erinnert. Ohne das Ehrenamt würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Das DRK Neumünster zeigt eindrucksvoll, wie gelebte Solidarität und Gemeinschaft zu einem gelingenden Miteinander beitragen. Heike Norda