
Die besinnliche Vorweihnachtszeit hat stets eine besondere Stimmung. Dazu tragen auch herrlich duftende Nadelhölzer in den eigenen vier Wänden bei. Doch Gestecke und Adventskränze sind nach mehreren Wochen in der Heizungsluft daheim ausgetrocknet und dementsprechend leicht entzündbar und spätestens an Heiligabend gesellt sich in vielen Wohnzimmern der Weihnachtsbaum hinzu. Viele Nadelhölzer sind schon zum Start in die Adventszeit eine Weile in der Verarbeitung, was das Austrocknen noch beschleunigt. Beim Einsatz von Kerzen und auch elektrischen Alternativen ist stets Vorsicht geboten, die Gefahr wird immer wieder unterschätzt. Der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein gibt deshalb Ratschläge, wie ein Unglück verhindert werden kann.
Die Sicherheitstipps für unbeschwerte Feiertage:
Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen, auch nicht kurzfristig. Vor dem Verlassen des Raumes immer Kerzen löschen. Besondere Vorsicht gilt, wenn Kinder oder Haustiere dabei sind. Sie könnten durch Unachtsamkeit einen Brand auslösen oder sich schwer verbrennen.
Niedergebrannte Kerzen rechtzeitig auswechseln, damit sie nicht die leicht entflammbaren Materialien wie Tannennadeln oder Schleifen in Brand setzen können. Empfehlenswert sind Sicherheitskerzen, denn die gehen von selbst aus.
Ausreichenden Abstand zu leicht brennbaren Materialien einhalten. Kerzen dürfen beispielsweise Gardinen, Dekorationen und Polstermöbeln nicht zu nahe kommen und müssen stabil in den Haltern stehen.
Die Unterlage eines Adventsgesteckes sollte nicht brennbar und ein Tannenbaumfuß standsicher sein. Ein mit Wasser gefüllter Tannenbaumfuß bringt zusätzliches Gewicht und verzögert die Austrocknung des „grünen Gastes“.
Starken Luftzug im Raum vermeiden. Durch Kerzen, die Zugluft ausgesetzt sind, können leicht entflammbare Materialien schnell Feuer fangen.
Kerzen nicht auspusten, sondern einen Kerzenlöscher verwenden. Glühende Dochtteilchen können auch noch nach Stunden einen Adventskranz oder Tannenbaum in Flammen aufgehen lassen.
Elektrische Lichter sind eine echte Alternative und wesentlich sicherer als echte Kerzen. Beim Kauf sollte immer ein Produkt mit Sicherheits-Prüfzeichen (VDE, GS) gewählt werden.
Löschmittel für den Fall der Fälle vorhalten. Sofern kein Feuerlöscher vorhanden ist, kann ein großer Wassereimer oder eine Baumwolldecke in der Nähe der Kerzen vorgehalten werden. Den Brand aber nur dann bekämpfen, wenn es noch gefahrlos möglich ist.
Im Brandfall immer sofort die Feuerwehr über den Telefonnotruf 112 benachrichtigen. Sofern noch möglich, Fenster und Türen schließen, um die Sauerstoffzufuhr zu stoppen. Türen aber nicht abschließen.
Kai Lehn