Seit Jahrhundert schon wissen wir um die heilenden und wohltuenden Kräfte, die in unseren Kräutern stecken. Doch wie war das gleich noch? Welches Kraut ist wogegen gewachsen? Die Kräuterfriesin Inga Lorenzen aus Husum beschäftigt sich seit Jahren mit traditioneller Pflanzenkunde und bietet unter anderem Wanderungen durch die nordfriesische Geest an. Wir wollten von ihr wissen, wie Kräuter gerade jetzt zur Weihnachtszeit ihren großen Auftritt haben.
Wärmende Getränke

„Holunderblüten und Lindenblüten sind in der kalten Jahreszeit unverzichtbar“, so die Kräuterfriesin. Sie liefern nicht nur Wärme, sondern unterstützen auch das Immunsystem auf natürliche Weise. „Ein Teelöffel Holunderblüten und Lindenblüten mit gut 250 Millilitern heißem Wasser übergießen, dann den Tee zehn Minuten lang zugedeckt ziehen, damit die ätherischen Öle im Getränk verbleiben. Für eine besondere Geschmacksnote kann Honig oder Zimt hinzugefügt werden. Thymian wirkt beruhigend auf die Atemwege bei Erkältung und Husten.
Kräuter fürs Festessen
Weihnachten ist die Zeit für feines Festessen, bei denen Kräuter eine wichtige Rolle spielen können. Wacholder, Beifuß und Rosmarin sind dabei die Klassiker.
Duftende Geborgenheit
Tannenzweige oder Kiefer schaffen einen natürlichen Duft, der uns Weihnachten in die Häuser bringt. Auch Thuja, ein immergrünes Zypressengewächs, verströmt einen wohltuenden, Tannenduft. Ergänzt werden natürliche Gerüche mit ätherischen Ölen wie Lavendel, die beruhigend wirken und helfen, Stress abzubauen.
Beruhigende Kräuter
Am oft hektischen Weihnachtstag sind Momente der Ruhe wichtig. Kräuter wie Melisse, Johanniskraut und Hopfen bieten Entspannung pur. Das Geheimnis der Pflanzen.
Die symbolische Kraft
Die Tradition des Weihnachtsschmucks hat tiefe Wurzeln und spiegelt sich im Gebrauch immergrüner Pflanzen wider. Tannenzweige und Ilex mit ihren leuchtenden roten Beeren bringen nicht nur Farbe, sondern auch symbolische Bedeutung in die Festtage. „Grün steht für Hoffnung und Beständigkeit, Rot für Lebenskraft“, weiß die Husumerin. Diese Farben und ihre symbolischen Bedeutungen finden sich im Adventskranz wieder, der mit seinen Kerzen zudem Licht und Wärme in die dunklen Wintertage bringt.
Die Natur entdecken
Auch im Winter lässt sich bei einem Spaziergang in der Natur so manches entdecken. Eine der Lieblingsblumen von Inga Lorenzen ist das Gänseblümchen, es trotzt oft den kalten Temperaturen und kann besonders für Kinder ein wertvoller Begleiter sein. Es wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend, wenn es als Tee zubereitet wird.
Julia Voigt