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Die schönste Deko blüht

Ein Gespräch mit Carsten Bock von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Selbst wer jetzt nicht unbedingt zu den ausgesprochenen Pflanzenliebhabern gehört, erfreut sich an dem satten Grün, den leuchtenden Farben und Blüten, die uns die Pflanzenwelt heute zum Heiligabend Farbe in die Häuser bringt.

Der Klassiker ist und bleibt der Weihnachtsstern.„An ihm kommt man nicht vorbei“, weiß Fachmann Carsten Bock von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Und die Vielfalt an Sorten und Farben wächst, von Mini-Versionen bis hin zu XL-Sternen, vom leuchtenden Rot, über knalliges Pink bis hin zu Weiß ist auch die Farbpalette groß.

Der Weihnachtsstern ist genügsam und braucht wenig Aufmerksamkeit. Tagsüber steht das Sternchen gern an einem hellen Ort. Wer ihn im Folgejahr erneut zur Blüte bringen will, muss für eine lange nächtliche Dunkelheit von über zwölf Stunden sorgen: „Dafür kann man ihn nachts mit einem Karton abdecken“, weiß der Experte, weil schon geringe Mengen Licht zum Beispiel von einer Straßenlaterne vor dem Fenster die Blüte verhindern. Der Weihnachtsstern folgt mit Platz 2 der Orchidee auf der Rangliste der Klassiker, letztere hat immerhin einen Marktanteil von 30 Prozent. „Sie blüht das ganze Jahr über und ist auch zu Weihnachten sehr hübsch,“ findet Bock.

Unternehmen aus der Region

Was Zierpflanzen in Not bringen kann?„Die meisten werden entweder schlicht vernachlässigt oder im Gegensatz dazu zu viel gegossen.“ Erkennen lasse sich das oft an den Blättern, sind sie glänzend, ist alles in Ordnung, lässt die Pflanze den Kopf hängen und die Blätter sehen gelblich aus, ist etwas falsch gelaufen. So sollte man unter anderem auch darauf achten, dass sich kein stehendes Wasser im Übertopf oder Untersetzer sammelt.

Unternehmen aus der Region

Wie viel Wasser eine Pflanze braucht, hängt unter anderem auch von der Raumtemperatur ab. Auch brauchen Zimmerpflanzen im Winter bei schwachem Wachstum nur selten einen Dünger. Der Rat des Pflanzen-Experten: Pflanzen in Gärtnereien und Blumenläden aus der Region kaufen. „Ein Weihnachtsstern aus einer benachbarten Gärtnerei hat natürlich weniger transportbedingte Belastungen hinter sich,“ weiß Bock. Übrigens: Rund eine halbe Million Weihnachtssterne wachsen in Schleswig-Holsteins Gärtnereien. Was die Raumtemperaturen betrifft, gilt für den Fachmann aus dem Gartenbauzentrum Ellerhoop die Devise: Was wir Menschen mögen, ist oft auch für Pflanzen passend, solange die Temperaturen nicht extrem schwanken oder zu trocken werden. Regelmäßiges Lüften hilft, ein gesundes Raumklima für Weihnachtssterne, Orchideen und andere Pflanzen zu schaffen.

Unternehmen aus der Region

Auch für eine winterliche Bepflanzung im Außenbereich, die besonders bei Frost schön aussieht, hat Carsten Bock ein paar Vorschläge: Die Christrose ist ein klassischer Favorit, da sie Temperaturen bis zu minus 15 Grad Celsius aushält und somit ideal für frostige Wintertage geeignet ist. Im Bereich der immergrünen Koniferen, wie der Zuckerhutfichte, finden sich ebenfalls robuste Pflanzen, die sich durch ihre kompakte Größe gut zum Dekorieren von Eingangsbereichen eignen. Alpenveilchen kommen langsam wieder in Mode und können leichte Fröste vertragen, allerdings reagieren sie empfindlicher bei stärkeren Temperaturabfällen. Daher können sie bis etwa Mitte Januar gut gedeihen, doch bei extrem niedrigen Temperaturen verabschieden sie sich meist. 

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„Richtig eisigen Winter haben wir in Schleswig-Holstein zum Glück nur selten“, sagt Bock. Zusätzlich zu diesen Pflanzen können auch dekorative Gräser im Winter weihnachtliche Akzente setzen. ||Julia Voigt


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