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Hit der Plattenfirma Columbia: Ein Rentier mit Geschichte

Foto: Jan Engel/Adobe Stock

Weihnachtslied "Rudolph the red-nosed reindeer": Wer erfand eigentlich rotnasiges Rentier Rudolph? Vom Außenseiter zum Helden

Dieses Rentier hatte es wirklich nicht leicht. Ausgestattet mit einer auffallenden, leuchtend roten Nase, muss es unter Spott und Hänseleien seiner Rentier-Kumpel leiden. Doch dann, in der Nacht des Heiligen Abends, kommt der Weihnachtsmann höchstselbst zu Rudolph, um ihn zu bitten, seinen Schlitten zu ziehen. Denn seine rote Nase wird den Weg leuchten durch die dunkle, neblige Winternacht. Ein wunderbares Happy End für das knuffige Rentier.

Vom Außenseiter zum Helden

So erzählt es jedenfalls das allseits beliebte, fröhliche Weihnachtslied „Rudolph the red-nosed reindeer“. Doch woher kommt diese Geschichte eigentlich – entstammt sie einer skandinavischen Sage oder einem Weihnachtsfilm? Und wie wurde daraus ein Weihnachtslied? 

Als „Vater“ von Rudolph gilt der Amerikaner Robert Lewis May. Um seine kleine Tochter Barbara zu trösten, erfand er im Jahr 1939 die Geschichte eines unglücklichen, zu klein geratenen Rentiers mit roter Nase. Zunächst verspottet von den anderen, wird es eines Tages zum Helden, als ihn Santa Claus zum Schlittentier auserwählt. 

Die Familie von Robert May soll zudem sehr arm gewesen sein und so beschloss er, aus seiner Erzählung ein Kindermalbuch zu zeichnen. Ein Volltreffer: Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten wurde das Buch fertig – und zu einem großen Erfolg. Kinder und Eltern liebten den rotnasigen Rudolph. Bis 1946 gingen über sechs Millionen Exemplare seines Malbuchs über die Ladentische. Erst zehn Jahre nach der Ersterscheinung sollte die Geschichte des Rentiers dann auch vertont werden. Geschrieben hat den Song Johnny Marks, der Schwager des Erfinders – so blieb Rudolph quasi in der Familie. Gesungen von Gene Autr, dem „singenden Cowboy“, erlangte das Lied sogar den 1. Platz der Hitparade. Interessanter Weise kam es zu diesem Spitzenplatz erst im Januar, einige Wochen nach Weihnachten.

Alle lieben Rudolph

Das rotnasige Tier erwies sich dann als der größte Hit der Plattenfirma Columbia. Insgesamt acht Millionen Mal soll die Schallplatte verkauft worden sein. Die bekannteste Cover-Versionen stammt wohl von Dean Martin, und auch Weihnachtssong-Legende Gene Kelley hat den Song gesungen. Als das Lied allerdings noch unbekannt war, soll Gene Kelley es als unpassend abgelehnt haben. Er fand den Text angeblich zu „jugendlich“. Zum Glück hat er sich dann später umentschieden – aber das ist ja typisch für die Geschichte von Rudolph. Sie führt einfach für alle zu einem glücklichen Ende. bri

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