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Strengere Regeln seit 1. Mai

Die meisten Küchenabfälle, gammliger Salat oder Obstreste: Organischer Abfall kommt in die braune Tonne. Da aber landen mitunter auch Plastik, Glas oder Blech. Für die Abfallbranche ist das ein Ärgernis. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Biomüll darf kaum noch Plastik enthalten

Deutschlands Biotonnen dürfen nur noch sehr wenig Plastik enthalten, damit der organische Abfall gut zu Kompost verarbeitet werden kann. Dafür gelten nun staatliche Regeln, denen zufolge im Biomüll Kunststoffe nicht mehr als ein Prozent des Gewichts ausmachen dürfen.

Konventionelle Plastiktüten und Plastikboxen sind zwar schon lange im Biomüll verboten, mancherorts halten sich die Verbraucher und Gewerbetreibenden aber nicht daran. Mit den neuen Regeln steigt der Druck auf die Müllabfuhren, bessere Qualität bei den Bioabfall-Anlagen abzuliefern.

Der Anteil von Fremdstoffen generell - neben Plastik sind auch Steine, Glas, Keramik und Blechdosen gemeint - darf nicht mehr als drei Prozent des Gewichts überschreiten. Überprüft wird das in der Regel mit dem bloßen Auge, es kommen aber verstärkt Sensoren und Künstliche-Intelligenz-Anwendungen zum Einsatz.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) wertet die neuen Regeln positiv. Sie seien „ein wichtiger erster Schritt, um den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt zu verringern“, sagt Verbandsvize Uwe Feige.

Aus Sicht des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) ist besonders ein in dem Regelwerk enthaltenes „Rückweisungsrecht“ wichtig, auf deren Grundlage Anlagenbetreiber die Annahme von stark verunreinigtem Bioabfall verweigern können.

„Der eigentliche Qualitätssprung liegt in der Möglichkeit, minderwertiges Material gar nicht erst in den Verwertungsprozess zu bringen“, sagt der bvse-Experte Andreas Habel. Ist die Qualität von Biomüll zu schlecht, muss er verbrannt werden - und aus der erhofften Nutzung als Kompost oder Biogas wird nichts.

Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ändert sich durch die neuen Regeln zunächst nichts, indirekt könnten sie aber die Folgen zu spüren bekommen: Die städtischen Müllabfuhren könnten ihre Anstrengungen erhöhen, damit sich die Qualität des von ihnen eingesammelten Biomülls besser wird. „Die neuen Grenzwerte richten sich primär an die Kommunen, die durch Abfallsatzungen Anreize für bessere Mülltrennung schaffen können – etwa durch Öffentlichkeitsarbeit, Gebührenmodelle oder Sanktionen bei Fehlwürfen“, sagt Anja Siegesmund vom Branchenverband BDE.

Unternehmen aus der Region

Die Branchenexpertin ärgert sich zudem darüber, dass noch immer viel zu viel organische Abfälle im Restmüll landen und nicht in der braunen Tonne. Die Kommunen seien gefordert, Analysen durchzuführen und Maßnahmen einzuleiten, damit mehr Biomüll in der braunen Tonne landet. dpa


5. Juni: Tag der Umwelt und Weltumwelttag

Aktionstage mit korrespondierenden Schwerpunkten

Die Vereinten Nationen und auch die Bundesrepublik Deutschland haben den 5. Juni zum jährlichen „Tag der Umwelt“ erklärt. Der Weltumwelttag 2025 in Deutschland steht unter dem Motto „Unser Wasser wertschützen“. Wasser ist die Grundlage allen Lebens und eine unersetzliche Ressource für Natur und Menschen. Doch unsere Wasserressourcen geraten zunehmend unter Druck. Als Folge des Klimawandels werden Hitze- und Dürreperioden aber auch Starkregen- und Hochwasserereignisse immer häufiger auftreten. Dieser neuen Realität müssen wir uns stellen.

Der Weltumwelttag, der ebenfalls am 5. Juni gefeiert wird, wird in diesem Jahr die Kampagne „Beat Plastic Pollution“ zum Thema haben, die auf die Bekämpfung der Plastikverschmutzung abzielt. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen, Aktionen und Maßnahmen wird an diesem Tag global ökologische Courage gefördert. Weltweit beteiligen sich rund 150 Staaten an diesem World Environment Day, der das Bewusstsein dafür stärken soll, dass es vor allem der Mensch selbst ist, der die Vielfalt und Stabilität der Umwelt bedroht. Auch in Deutschland beteiligen sich jedes Jahr viele Akteure mit zahlreichen Aktionen an dem Aktionstag.


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