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Wir von hier: „Die Hürden so niedrig wie möglich hängen"

shz-Produktmanagerin Anna-Lena Brandes sieht große Potenzial in dem Portal „Wir von hier“. Foto: Patrick Sun

Das digitale Mitmachportal stärkt regionale Vernetzung, zeigt die Vielfalt Schleswig-Holsteins und setzt künftig auf KI, um Hürden beim Schreiben zu senken

Die Digitalisierung verändert, wie wir Nachrichten aus unserer Nachbarschaft konsumieren. Anna-Lena Brandes, shz-Produktmanagerin bei „Wir von hier“, treibt diese Entwicklung voran. Im Stadtgespräch erklärt sie den Grundgedanken hinter dem Portal, feiert einen Meilenstein bei der Autoren-Beteiligung und verrät, wie künstliche Intelligenz künftig dabei helfen soll, die Hürden beim Schreiben noch weiter zu senken. Ein Ausblick auf die Vernetzung von digitaler Welt und klassischer Print-Zeitung.

Unternehmen aus der Region

Was ist der Grundgedanke von „Wir von hier“?

Das Mitmachportal „Wir von hier“ bietet Vereinen, Schulen und Feuerwehren (um nur ein paar zu nennen) eine kostenlose Bühne, um die Reichweite jenseits eigener Kanäle zu steigern. Die Berichte stammen direkt aus der Lebenswelt der Menschen und werden von den Leserreportern selbst verfasst. Ziel ist es, ein breites Spektrum – von Sportvereinen bis hin zu kleinen Nischeninteressen – abzubilden. So entsteht ein lebendiges Bild der Region, das die Gemeinschaft stärkt und die Vielfalt Schleswig-Holsteins sichtbar macht.

Unternehmen aus der Region

Was war ein Meilenstein für dich in der Entwicklung seit dem Start des Portals?

Ein schöner Moment war es, als wir zum Jahresstart 300er-Monats-Marke bei den Beiträgen geknackt haben. Wenn ich daran denke, dass mich letztes Jahr 200 Beiträge schon sehr gefreut haben, ist dieser Sprung ein toller Meilenstein! Mehr begeisterte Autoren ziehen mehr Leser an, und mehr Leser motivieren wiederum zu neuen Geschichten.

Wie sehen die Zukunftspläne von „Wir von hier“ aus? Gibt es Ideen für die Weiterentwicklung?

Wir haben einige Ideen, die das Portal noch attraktiver machen. Leider haben wir begrenzte technische Kapazitäten, weshalb ein paar Dinge dann eben etwas länger dauern. Ganz oben auf der Liste steht eine smarte KI-Unterstützung direkt im Formular. Wir wollen die Hürden so niedrig wie möglich hängen, damit jeder – egal wie sicher er beim Texten ist – seine Geschichte teilen kann.

Ein weiteres Projekt ist die Verzahnung von Digital und Print: Vereinzelt sollen Beiträge künftig den Sprung ins ePaper oder in die Zeitung schaffen. Dann erhalten die Beiträge eine noch größere Reichweite. Und als langfristiges Ziel sehe ich einen zentralen Veranstaltungskalender, der zum digitalen Dorfplatz für alle Termine in der Region wird.


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