Rund um die Eutiner Schützengilde gibt es viel Wissenswertes zu erfahren. Schützengilden entstanden in einer Zeit, als Fürsten und Adel in Eifersucht und Anmaßung die emporblühenden Städte immer mehr bedrückten. Die Bürger, immer mehr in ihrem Streben nach Selbstständigkeit behindert, fassten endlich nach vielen vergeblichen Versuchen den Mut, sich dagegen zu wehren. So entstanden meistens aus den Zünften der einzelnen Gewerke heraus, Vereine, die sich in der Handhabung der Waffen, nach der Erfindung des Schießpulvers, an den Feuerwaffen übten und feindliche Angriffe zurückwiesen.
In unserem Eutin war die Entstehung der Gilde durch weitere Entwicklungen geprägt. Die Christianisierung war erst spät nach Holstein gelangt. Erst 1149 beginnt mit Vicelin die kirchliche Organisation. Die Marienverehrung fand hier einen nahrhaften Boden. Hieraus entstanden Gilden und Bruderschaften, so die große und kleine Gilde, „in unserer leewen Frouwen Broderschop“, die Kalands- und die Bruderschaft des heiligen Antonius, in der damaligen „steden Utin“.

