Der Innenraumfilter eines Autos ist ein Verschleißteil, das in regelmäßigen Abständen erneuert werden sollte. Wenn er im Lauf der Zeit mit Schmutz und Partikeln zugesetzt ist, verliert er seine Fähigkeit, die einströmende Luft zuverlässig zu reinigen. Nach Einschätzung der Glasspezialisten von Carglass ist ein Wechsel spätestens nach 15.000 Kilometern oder einmal jährlich.
Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) rät sogar zu noch kürzeren Intervallen und empfiehlt den Tausch zweimal im Jahr, etwa zum Start des Frühjahrs und noch einmal vor dem Winter. In der Praxis wird dieses Wartungsthema jedoch häufig vernachlässigt. Nach Einschätzung des Online-Marktplatzes Ebay Motors ist in Deutschland beinahe jedes dritte Auto mit einem verschmutzten Innenraumfilter unterwegs.
Ein stark belasteter Filter kann nicht nur seine eigentliche Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen. Ist er mit Schadstoffen gesättigt, besteht zudem die Gefahr, dass die Verunreinigungen wieder in den Luftstrom gelangen. Hinzu kommt, dass sich in den abgelagerten Rückständen mitunter ein Milieu bildet, das Schimmel und Bakterien begünstigt. Der rechtzeitige Austausch ist daher nicht nur eine Frage der Wartung, sondern auch der Luftqualität im Fahrzeuginnenraum. Neue Filter sind bereits für einen vergleichsweise geringen Betrag erhältlich, der Einbau nimmt meist nur wenige Minuten in Anspruch.
Besonders interessant ist ein Austausch dann, wenn im Fahrzeug bislang noch ein einfacher Partikelfilter aus Papier oder Vlies verbaut ist, wie er bei vielen Autos serienmäßig zum Einsatz kommt. In solchen Fällen bietet sich der Umstieg auf einen Aktivkohlefilter an. Diese Variante ist meist nur unwesentlich teurer, verspricht aber eine höhere Reinigungswirkung.
Aktivkohlefilter wirken antiallergisch und antibakteriell und filtern nicht nur Partikel aus der Luft, sondern helfen auch dabei, schädliche Gase und Allergene aus dem Innenraum fernzuhalten. Holger Holzer/SP-X