
Etwas erzählen? Über sich? Davon ist Werner Sörensen anfangs so gar nicht überzeugt. „Es gibt bestimmt Sportler, die mehr zu erzählen haben als ich“, sagt der 63-Jährige. Aber dann legt er doch los: „Wir sind mit der Firma Balzersen beim OstseeMan als Sponsor aktiv. Ich helfe im Organisationsteam mit. Und seit 2008 bin ich auch Teilnehmer, aber nur in der Staffel.“
Was heißt „nur“? 90 Kilometer auf dem Rad, das ist eine beachtliche Distanz. Früher hat Sörensen auch die Langdistanz absolviert, jetzt ist es die Mitteldistanz. Aus gesundheitlichen Grün-den darf er ein E-Bike benutzen.
„Ehrenamt ist mir sehr wichtig. Das hilft einem selbst und man bringt damit auch andere in Bewegung“, sagt er. Bewegung, ein gutes Stichwort. Sörensen mischt bei seinem Verein, dem SV Enge-Sande, kräftig mit. Der nordfriesische Club ist im Ausdauersport sehr aktiv und stellt mit knapp 50 Teilnehmern das größte Kontingent beim Triathlon-Klassiker in Glücksburg.
Auch beim Cross-Duathlon im Langenberger Forst, beim „Hallig-Dreeathlon“ und beim „Devils Loop“, der über Nordfrieslands Grenzen hinaus bekannten Ultra-Laufveranstaltung, ist er involviert.„Eine Super-Veranstaltung“, schwärmt der 63-Jährige.
Beruflich ist Sörensen seit fast 25 Jahren beim Harrisleer Unternehmen Balzersen als Prokurist und Bauleiter im Abbruch/Erdbau beschäftigt und auch im Bereich Windenergie tätig. Stichwort Abbruch: Als das alte Glücksburger Rathaus abgerissen wurde, traf er „Mister OstseeMan“ Reinhard Husen. Man kam ins Gespräch. Husen lotete die Möglichkeit eines Sponsorings aus.

„Wir fördern den Breitensport - und seit 15 Jahren sind wir als Sponsor tätig“, sagt der Ausdauersportler und ergänzt: „Wir kümmern uns unter anderem um den Auf- und Abbau und stellen Container auf.“ Beim OstseeMan ist er unverzichtbar.„Werner ist permanent mit vielen guten Ideen dabei und packt an. Gerade, wenn es um schwierige Lösungen oder schweres Gerät für die Strecke geht, weiß er immer eine Lösung“, würdigt Geschäftsführer Sven Christensen den Ehrenamtler.
Seit mehr als 40 Jahren ist er aktiver Sportler. Gesundheitliche Probleme halten ihn nicht auf: „Ich kann mich doch nicht einfach in die Ecke setzen.“ Das hat er noch nie. Begonnen hat es beim Fußball im Heimatverein SSV Schafflund, auch als Trainer war Sörensen aktiv. Zehn Jahre lang arbeitete er als Bauleiter auf der Insel Rügen, lernte dort Ehefrau Bettina kennen. Dann ging es zurück nach Schleswig-Holstein. Beim SV Enge-Sande engagierte er sich zunächst beim Fußball, bevor aus dem Ausgleichssport Radfahren die Hauptdisziplin wurde. Früher fuhr er 8000 bis 9000 Kilometer jährlich, jetzt sind es etwa 4000. Radfahren beim OstseeMan, das ist ein „Heimspiel“ für ihn. „Die Strecke kenne ich aus dem Effeff“, sagt Sörensen und grinst.