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Rundum-Service für Radler: Damit Radfahrern nicht die Luft ausgeht

Annika Hentschel und Kenneth Ramlow (rechts, beide Stadtwerke) führen Jendrik Hauschildt einige Funktionen der neuen Fahrrad-Servicestation vor. Fotos: Frank Afflerbach

Neue Servicestation auf dem Nortorfer Marktplatz eingeweiht - was der praktische Helfer alles zu bieten hat

Für alle E-Bike- und Fahrradfahrer gibt es in Nortorf einen neuen Anlaufpunkt: Die Fahrrad-Servicestation auf dem Marktplatz. Die moderne Vielzweckeinrichtung bietet drei Steckdosen mit 230 Volt sowie 6 Ampere, um ein eigenes Ladegerät anzuschließen. Es können somit drei E-Bikes gleichzeitig geladen werden. Des Weiteren verfügt die Ladesäule über einen eigenen Fahrradständer, an dem man mit einer angebauten Luftpumpe mit Manometer den Reifenluftdruck kontrollieren und korrigieren kann.

Vom Schraubendreher bis zum Inbusschlüssel

Leo Aveaux und Klaus Ladwig erkunden gemeinsam mit Bürgermeister Torben Ackermann die neue E-Bike-Ladestation.
Leo Aveaux und Klaus Ladwig erkunden gemeinsam mit Bürgermeister Torben Ackermann die neue E-Bike-Ladestation.

Ebenfalls sind kleinere Reparaturen während einer Fahrradtour an dieser Station möglich. So sind verschiedene Schraubendreher in Schlitz- und Kreuzvariante vorhanden, die gängigen Maulschlüssel sowie ein Engländer (verstellbarer Schraubenschlüssel) zum Nachziehen von Muttern, ein Inbusschlüsselsatz sowie zwei Mantelmontagehilfen zum Mantel abziehen, runden das Angebot an Werkzeug ab. Außerdem verfügt das Gerät über zwei stabile Haltearme, an denen das Fahrrad zu Reparaturzwecken aufgebockt werden kann.

Die Finanzierung der 3200 Euro teuren Station erfolgte zu 100 Prozent aus den Mitteln des Landes. Diese Mittel standen einmalig im Jahr 2024 mit der Zweckbindung zur Förderung des Radverkehrs in den Gemeinden zur Verfügung. Bürgermeister Torben Ackermann sowie die Stadtverwaltung sind überzeugt, dass diese Einrichtung die Attraktivität des Marktplatzes erhöht und die Nutzung von Fahrrädern in der Stadt fördert. „Wir sind stolz darauf, unseren Bürgern diese moderne und praktische Servicestation zur Verfügung stellen zu können“, sagte der Bürgermeister, der zur Übergabe selbst direkt mit dem Fahrrad kam. „Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung einer umwelt- und fahrradfreundlicheren Stadt“, ergänzte Jendrik Hauschildt von den Stadtwerken Nortorf.

Unternehmen aus der Region

Die Ladestation ist Eigentum der Stadt Nortorf, die auch für die Wartungen zuständig ist. Eine weitere, schon vorhandene Station wartet noch darauf, dass für sie ein geeigneter Standort gefunden wird. Eine Möglichkeit wäre hierbei zum Beispiel ein Platz am Bahnhof. Der Bauhof der Stadtwerke Nortorf war für die Standortplanung sowie das Fundament verantwortlich. Die Erdarbeiten inklusive der Verkabelung übernahm die Firma Krebs und Suhr in enger Zusammenarbeit mit der Stromabteilung der Stadtwerke.

„Wir sind stolz darauf, unseren Bürgern diese moderne und praktische Servicestation zur Verfügung stellen zu können.“
Torben Ackermann
Bürgermeister

Die ersten Nutzer ließen nicht lange auf sich warten

Annika Hentschel, stellvertretende Leitung Technischer Service Strom, freut sich über die gute Zusammenarbeit: „Dank der Zuverlässigkeit unserer Tiefbaukollegen und dem guten Austausch zwischen unseren Monteuren und der Firma Krebs und Suhr, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten, lassen sich Projekte wie unsere praktische neue Fahrradladestation immer unkompliziert und zur Zufriedenheit aller umsetzen.“ Der Strom zum Laden der E-Bikes wird übrigens durch die Stadtwerke Nortorf finanziert.

Noch während der Übergabe nahmen auch schon die ersten E-Bike-Fahrer die neue Säule in Augenschein. Der 83-jährige Klaus Ladwig aus Nortorf fährt seit mehr als 15 Jahren E-Bike. „In der Woche werden mit dem elektrischen Drahtesel schon mal rund 80 Kilometer zurückgelegt“, berichtete er stolz. Auch Leo Aveaux (73) ist begeisterter E-Biker. In der Woche schafft er etwa 200 Kilometer.

Frank Afflerbach


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