Man müsste noch mal Kind sein und so fröhlich und unbeschwert feiern können wie die lieben Kleinen, dachte sich der eine oder andere Besucher der Nortorfer Stadtbücherei, als er am Rosenmontag die lustig verkleidete Kinderschar in der Kinderbücherei entdeckte.
Zu einer bunten Faschingsparty mit viel Spaß hatten an diesem Tag die Leiterin der Bücherei Yasemin Erbulut und die Bibliothekarin Dörte Vogelsang alle Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren eingeladen. Viele fröhlich kostümierte Kinder folgten dieser Einladung und trafen sich an diesem Tag um 16 Uhr in der Kinder- und Jugendbuchabteilung. Dass sich diese fröhliche Faschingsparty bei den kleinen Leuten im Kindergarten und der Grundschule schon herumgesprochen hat, bewiesen die Anmeldezahlen. Doch leider war in diesem Jahr nur für zwölf Kinder Platz und so hieß es, schnell zu sein bei der Anmeldung.
In einem bunt geschmückten Karnevalsraum stellte sich die lustige Schar erst einmal im großen Sitzkreis vor und jedes Kind erklärte seine Verkleidung. Neben Hexen und Prinzessinnen gab es einen Sensenmann, einen Spiderman und einen Super Mario. Auch Klassiker wie ein Skelett, die Indianerin Pocahontas oder die Eiskönigin waren zu finden.
Besonders einfallsreich hatten sich die beiden Bibliothekarinnen kostümiert. Während sich Yasemin Erbulut als große Katze verkleidet hatte, stellte Dörte Vogelsang eine Hexe dar. Ihren Kostümen passten genau in die Vorlesegeschichte des Tages. Mit dem Vorlesebuch „Fride die kleine Waldhexe“ von Jutta und Jeremy Langreuter begeisterten die beiden ihre kleinen Zuhörer, die aufmerksam und gespannt der Geschichte lauschten. Aber wer so lange still sitzen muss und einer Geschichte zuhören darf, der möchte sich anschließend natürlich bewegen, und so wurde neben dem Stopptanz auch ein Luftballontanz absolviert. Wer mochte, konnte darüber hinaus mit Dörte Vogelsang lustige Vögel aus Muffin-Förmchen basteln, die anschließend in der Bücherei an einem großen Baum aufgehängt wurden.
Nach einer abwechslungsreichen Karnevalsparty, die fast zwei Stunden dauerte, marschierten die Kinder in einer langen Polonaise durch die Bücherei direkt in die Arme ihrer schon wartenden Eltern. Frank Afflerbach