Jakob Brahe ist ein Visionär mit Wagemut und Weitblick. Als Kenner der hiesigen Immobilienbranche setzte er mit seinem Unternehmen, der Brahe & Kjaer Nielsen GmbH, schon frühzeitig eine Vielzahl innovativer Projektvorhaben um, die sich im Raum Flensburg vorrangig auf die Bestandserhaltung oder Weiterentwicklung von Wohnraumgebäuden konzentrierten.
Diese grundsätzliche Zielausrichtung seines beruflichen Engagements sollte jedoch vor wenigen Jahren eine Erweiterung erfahren, als er auf die Verfügbarkeit eines Immobilienbestands in der Fördestraße 57 aufmerksam gemacht wurde. Zum Verkauf stand damals das Grundstück des ehemaligen Restaurants „Delfter Stuben“ in der Nähe des Twedter Plack. Die attraktive Lage inspirierte Jakob Brahe, doch für ein großflächiges reichten Wohnbauprojekt die vorhandenen Quadratmeterzahlen nicht aus. Der Investor glaubte trotzdem weiterhin daran, dass die gegebenen Strukturen des Gesamtobjektes ideale Bedingungen für einen städtebaulichen Mehrwert vorhalten. Dieser bejahende Ausblick sollte dann auch belohnt werden, denn eine Konzeptidee des Flensburger Planungsbüros Holt & Nicolaisen konkretisierte einen Vorschlag mit zukunftsgewandter Alternative.
Ein Ärztehaus sollte auf dem ehemaligen Restaurant-Gelände entstehen und die Nutzung des Grundstücks im Stadtteil Mürwik in abgeänderter Form neu ausrichten. Geschäftsführer Christoph Holt konnte zum damaligen Zeitpunkt sogar schon potenzielle Mieter benennen, die als niedergelassene Flensburger Fachärzte eine räumliche Veränderung anstrebten: „Mein Bauchgefühl bei diesem Konzeptvorschlag war von Anfang an gut. Ich wollte unbedingt die richtigen Entscheidungen treffen und mit einer gezielten Investition das innovative Vorhaben realisieren“, sagt Jakob Brahe im Rahmen einer aktuellen Baustellenbesichtigung.
Nach erfolgreichen Baufinanzierungsgesprächen und dem anschließenden Kauf des Immobilienobjektes folgten die ersten gemeinsamen Gespräche mit allen Beteiligten. Überlegungen, die vorhandene Immobilie zu renovieren und mit einem Teilneubau zu ergänzen, erhielten dabei keine Zustimmung. Ein Neubau sollte das Fundament für die zukünftige Ausrichtung schaffen und somit startete der Abriss des bisherigen Gebäudes bereits im Dezember 2023. Im darauffolgenden Frühjahr ging es dann mit den Bautätigkeiten so richtig los.
Die Gestaltung des neuen „Ärztehaus Johannesgarten“ nahm erste Formen an. Inzwischen ist ein ansehnlicher Neubau entstanden, der insgesamt über zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss verfügt. Architektur und Außendesign überzeugen mit klaren Strukturen und die allgemeine Ausstattung des Innenbereichs ist komplett barrierefrei ausgelegt: „Diese Maßgabe haben wir auch für den internen Fahrstuhl vorgesehen, der ausreichend Platz für zum Beispiel Rollstühle oder Liegetransporte bietet“, ergänzt Bauingenieurin Sina Schümann vom Planungsbüro Holt & Nicolaisen.