„Een Mann ahn Buuk“ heißt die Komödie in drei Akten, die im kommenden März gleich neunmal auf der Bühne des Nindorfer Dorfgemeinschaftshauses zu sehen sein wird. Für viele Plattdeutschfans aus ganz Mittelholstein sind die Aufführungen der „Plattspeelers ut Nindörp“ kultverdächtige Pflichttermine. Der Kartenvorverkauf hat jetzt begonnen.
Held entschließt sich zur Gegenwehr
Bei „Een Mann ahn Buuk“ handelt es sich um die plattdeutsche Übersetzung einer Komödie von Bernd Kietzke, die im Originaltitel „Rettet den Bauch“ heißt. „In dem Stück geht es einem gemütlichen Familienvater an den Kragen, genauer gesagt: an den Bauch“, verrät der Regisseur der „Plattspeelers ut Nindörp“, Harald Belz: „Seine holde Gattin hat beschlossen, dass er abnehmen soll, und damit beginnt eine Diskussion zwischen den Ehepartnern, die sich zu einer wahren Schlacht ausweitet.“ Nach und nach werden auch die Tochter, die Schwiegermutter, die Nachbarn, Freunde, die Hausärztin und der Gastwirt in die Auseinandersetzung hineingezogen. „Der Held und die anderen Männer entschließen sich verzweifelt zur Gegenwehr, denn so ein Männerbauch ist schließlich ein hochsensibles Organ“, erzählt Belz, der vom humoristischen Potential des Dreiakters überzeugt ist.
„Een Mann ahn Buuk“ ist bereits das 19. Lustspiel, das die „Plattspeelers ut Nindörp“ für ihre Fans einstudieren. „Mit dem Lesen des neuen Stücks haben wir schon vor zwei Wochen begonnen, und die Übungsabende werden dann ab Januar immer montags und mittwochs stattfinden“, kündigt Belz an. 2005 war die Bühne im neuen Nindorfer Dörpshuus mit einem Ohnsorg-Klassiker echten eingeweiht worden: „Tratsch im Treppenhaus“. In den folgenden Jahren eroberten sich die „Plattspeelers“ durch ihre stets gelungene Stückauswahl und die tollen Leistungen der Darsteller eine immer größere Fangemeinde. Um der Nachfrage gerecht zu werden und möglichst vielen Theaterfreunden aus der Region einen Besuch der Aufführungen zu ermöglichen, haben die „Plattspeelers“ die Zahl ihrer Auftritte pro Saison stetig gesteigert.
Neun Aufführungen geplant
Hans-Jürgen Kühl