Geht ein langes Berufsleben in den Ruhestand über, kann das schon mal einen „massiven Identitätsentzug“ bedeuten, wie Karrierecoach Gaby wie Lauhoff auf Xing schreibt. Gerade für Leistungsträger oder Entscheiderinnen könne der Übergang zur Rente herausfordernd sein. Die lange verinnerlichte Gleichung „Leistung macht wertvoll“ gilt plötzlich nicht mehr. Stattdessen stellen sich plötzlich Fragen wie: Wer bin ich eigentlich ohne meine Arbeit? Was erfüllt mich? Wie will ich meine Zeit jetzt gestalten?
Wichtig sei, das anfangs entstehende „Vakuum“ einfach mal auszuhalten, empfiehlt Lauhoff. Statt sich direkt in Weltreise, Ehrenamt oder neue Hobbys zu stürzen, sollten angehende Ruheständler erst mal innehalten. Nur so lasse sich erkennen, „wer man außerhalb von Terminen, Verantwortung und Leistung eigentlich ist“, schreibt die Beraterin.
Dazu bietet sich eine kleine Inventur an. Zum Beispiel mit Fragen wie: Wer wollte ich eigentlich sein, wenn ich erwachsen bin? Welche Bedürfnisse habe ich lange zurückgestellt? Was kam im Berufsleben zu kurz? Diese Reflexion kann der Grundstein für eine persönliche Neu-Definition sein.
Zusätzlich kann man sich etwa bewusst überlegen, welche Werte im Job motiviert haben und in welchem neuen Kontext diese Werte künftig gelebt werden können.
Nicht zuletzt gehört es zu einem gelungenen Übergang, die sozialen Strukturen neu zu ordnen, empfiehlt die Beraterin. Der Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeitern fällt schließlich mit dem Eintritt in den Ruhestand oft weg, die Dynamik in der Familie oder der Partnerschaft verändert sich.
Lauhoff zufolge ist es deshalb ratsam, schon vor dem letzten Arbeitstag aktiv in soziale Kontakte außerhalb des Arbeitslebens zu investieren - sei es im Ehrenamt, über Hobbys oder die Wiederbelebung alter Freundschaften. dpa/tmn
Sicher und selbstständig im eigenen Zuhause
Hausnotrufe bieten schnelle Hilfe im Ernstfall
Die eigenen vier Wände bedeuten Lebensqualität, Vertrautheit und Selbstständigkeit. Damit das auch im Alter oder bei gesundheitlichen Einschränkungen so bleibt, bietet der Hausnotruf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schnelle und verlässliche Hilfe auf Knopfdruck – an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr.
Ein kleiner, wasserdichter Sender, der als Armband oder Halskette getragen wird, schenkt Betroffenen und ihren Angehörigen die nötige Sicherheit. Ziel ist es, älteren oder chronisch kranken Menschen ein langes, selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen.
Im Notfall genügt ein einziger Knopfdruck, um sofort Sprechkontakt mit der professionell besetzten DRK-Hausnotrufzentrale herzustellen. Die Mitarbeiter eilen im Bedarfsfall zur Hilfe oder verständigen Angehörige und den Rettungsdienst.“
Das System funktioniert denkbar einfach: Nach dem Auslösen des Alarms meldet sich die Zentrale über die Basisstation in der Wohnung. Selbst wenn die betroffene Person nicht mehr sprechen kann, wissen die DRK-Mitarbeiter sofort, wer Hilfe benötigt und wo sich die Wohnung befindet. Je nach Situation werden hinterlegte Kontaktpersonen, der DRK-Hintergrunddienst oder der Rettungsdienst alarmiert. Auf Wunsch wird auch ein Wohnungsschlüssel sicher beim DRK hinterlegt, damit Helfer im Ernstfall ohne Verzögerung und ohne Sachschaden in die Wohnung gelangen können. msl