Frischgebackene Ruheständler kommen oft auf die Idee, jetzt ihren Partner oder ihre Partnerin daheim auf Schritt und Tritt zu begleiten. Möglich, dass man als „Schatten“ auch Nähe herstellt und es für Wertschätzung spricht, wenn sich einer plötzlich für den Golfsport oder die Literaturgruppe des Anderen interessiert.
"Das kann aber subjektiv auch fast übergriffig wirken, wenn einer auf einmal überall mit hinkommen will, um zu gucken, was der andere im Alltag macht", warnt Psychologie-Professorin Janina Bühler von der Uni Mainz. „Da muss man ein gutes Mittelmaß finden.“ Noch besser: Man entdeckt irgendetwas Neues. Doch es muss nicht nur ein Partner allein Neues entdecken. Gern könnte man das auch gemeinsam tun. Der Kölner Psychologe, Autor und Podcaster Rolf Schmiel ("Psychohacks") appelliert dabei, sich auf „echte kleine Abenteuer“ einzulassen - wenn es wirtschaftlich möglich sei. "Zum Beispiel zehn Wochen woanders überwintern und gemeinsam neue Welten entdecken."
Aber Reisen ist dabei nicht gleich reisen: "Nichts gegen Cuxhaven. Aber wenn man schon die letzten 30 Jahre dort immer zusammen war, sollte man Dinge entdecken, die für beide neu sind." Das bedeutet auch: Wenn einer einen deutlichen Vorsprung hat, weil er etwa Englisch perfekt beherrscht, sollte man Urlaub nicht in Großbritannien, sondern eher in Frankreich machen, "so dass beide gemeinsam eine neue Geschichte schreiben."
Und es gilt wie so oft im Leben: Reden hilft. Und zwar eher, umso besser. "Klug wäre, sich gegenseitig zu fragen: Was brauchst du, damit du dich wohlfühlen kannst, mit dem, was jetzt kommt?", rät Janina Bühler.
dpa/tmn
Nicht nur für Senioren: Funktionale Komfortbetten
Wer im Ruhestand nicht stillsteht, braucht nächtliche Erholung besonders
Im Alter kann ein neues Bett mit verschiedenen Komfortfunktionen eine bedenkenswerte Option sein. Damit ist man im besten Fall für weitere Jahrzehnte gesunden Schlaf gerüstet.
Ein Komfortbett habe eine mindestens 45 Zentimeter hohe Liege- bzw. Sitzposition. „Das erleichtert das Aufstehen und schont Bandscheiben, Muskeln und Gelenke beim Bettenmachen“, erklärt Marc Böhle vom Verband der Bettenfachgeschäfte. Viele Modelle haben Griffe oder Griffleisten als Aufstehhilfen oder zumindest Vorrichtungen, um diese bei Bedarf anzubringen.
Außerdem verfügen sie oft über gerundete Ecken und Kanten, um unangenehme Druckstellen zu vermeiden.
Kein Ersatz für Krankenbetten
Eine verstärkte Sitzkante erleichtert das Aufstehen. Es gibt auch Modelle, bei denen die Liegefläche auf Knopfdruck hochgefahren werden kann, um das Aufstehen zu erleichtern. Für eine bequeme Sitzposition können Kopf- und Fußbereich höher gestellt werden.
Komfortbetten haben nichts mit Kranken- oder Pflegebetten zu tun und ersetzen diese auch nicht. Manche Komfortbetten sind äußerlich kaum von Boxspring- oder anderen Betten zu unterscheiden.
dpa/tmn