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Selbsthilfe für pflegende Angehörige

Wer Angehörige im häuslichen Umfeld pflegt, sollte auch Zeit finden, um selbst einmal Kraft zu schöpfen. Foto: dpa-tmn

Was tun bei Problemen in der häuslichen Pflege

Papierkram, Isolation, Psychodruck: Oft türmen sich Probleme in der Pflege zu einem schier Psyched unüberwindbaren Berg auf. Den anzugehen, ist nicht leicht - doch es gibt Methoden, die helfen können. Bei Problemen aller Art können und sollten pflegende Angehörige eine professionelle Beratung aufsuchen. Manche Schwierigkeiten lassen sich in einem ersten Schritt aber vielleicht auch alleine überwinden. Wie ein solches Selbsthilfe-Programm aussehen könnte, erklärt die Zeitschrift "Senioren Ratgeber".

Schritt 1: Aufschreiben.
Mit Stift und Notizblock notiert man jedes Problem, unter dem man leidet. Wichtig: Jedes bekommt einen eigenen Zettel.

Schritt 2: Sortieren.
Danach ordnet man die Probleme danach an, wie belastend sie sind das schlimmste kommt ganz nach oben auf den Stapel.

Schritt 3: Ziele setzen. 

Aus dem Problem wird ein konkretes Ziel. Also nicht nur ,,Ich möchte mich mehr bewegen", sondern eher „Ich möchte jeden Tag eine Runde um den Block drehen".

Schritt 4: Lösungen finden.
Wie lässt sich dieses konkrete Ziel nun erreichen? Vielleicht geht das über eine Tagespflege, vielleicht über Verwandtenhilfe. Und je nach Problem reicht es vielleicht sogar, es offen anzusprechen? 

Der letzte Schritt ist dann, die notierten Lösungen umzusetzen - oder es wenigstens zu versuchen. Um den inneren Schweinehund zu überwinden, kann man die dafür nötigen Schritte im Kalender festhalten. Vielen fällt es zum Beispiel schwer, Verwandte um Hilfe zu bitten. Ein fester Termin verhindert dann ewige Aufschieberei. dpa/tmn


Teilstationäre Pflege

Entlastung, soziale Kontakte, Gesundheitsförderung


Die Tagespflege kann eine gute Ergänzung zur Pflege zuhause sein. Der Pflegebedürftige besucht dabei regelmäßig eine stationäre Einrichtung, wird aber ansonsten größtenteils zuhause gepflegt. „Teilstationär" nennt sich das. Die Evangelische Heimstiftung rät bei der Wahl der Einrichtung auf die Gruppengröße zu achten: Zwölf bis 15 Teilnehmer seien ideal. Wichtig sei auch, dass es Ruheräume gibt, in die man sich zurückziehen kann, wenn man müde ist. Eine teilstationäre Pflege hat einige Vorteile: Der Pflegende hat mehr Zeit für sich. Außerdem hilft der Kontakt zu anderen Pflegenden, das eigene Wissen zu vertiefen. Für den Pflegebedürftigen wiederum bietet die Tagespflege Abwechslung, soziale Kontakte und idealerweise auch eine gezielte Gesundheitsförderung.

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