Es fing ganz harmlos an. Mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren startete 1992 das Bilderbuch „Der Regenbogenfisch“ des Schweizer Buchautors und Illustrators Marcus Pfister. Dass daraus einmal ein Weltbestseller werden würde, hat damals wohl noch niemand geahnt Doch 25 Jahre später lag die Auflage des aufwendig gestalteten Büchleins bereits bei 30 Millionen Exemplaren. Und beim Osterfest 2016 las die damalige First Lady der USA, Michelle Obama, öffentlich zu Ostern aus dem Buch. Was hat das nun alles mit Föhr und Sylt zu tun? Nun, zu den mehr als 65 Sprachen, in die der Klassiker übersetzt wurde, ist kurz vor Ostern das Friesische hinzugekommen Und zwar in den Dialekten Fering, das auf Föhr gesprochen wird, und Sölring, das ist das Sylter Friesisch. Wie so oft, wenn es sich um die Förderung und Verbreitung der friesischen Sprache dreht, steckt die Ferring-Stiftung aus Alkerum dahinter. „ Ein cooles Format, das auch für Kinder in der Bücherei gut geeignet ist“, findet Robert Kleih, der Vorsitzende der Ferring-Stiftung. Besonderer Clou bei dem 14-doppelseitigen Büchlein ist der QR-Code, der in das Buch gedruckt wurde. Wird dieser mit dem Mobiltelefon ausgelesen, erklingt sogleich die auf Friesisch vorgelesene Geschichte des Regenbogenfischs. Die zwölfjährige Föhrer Schülerin Theresa Marienfeld hat die Abenteuer des kleinen Fisches eingelesen. Die kleinen Büchlein – 500 auf Sölring und 500 auf Fering – haben eine weite Reise hinter sich. Im November bei einer Verlagsdruckerei in Hongkong gedruckt, schipperte die literarische Fischladung zwei Monate um die halbe Welt, um auf Föhr anzulanden.
Finanzielle Unterstützung für die Druckkosten bekam die Ferring-Stiftung von Föhr und Sylt. „Ich danke der Eilun-Feer-Stiftung von Föhr sowie dem ALS-Verlag, Engel und Völkers Sylt und der Energieversorgung Sylt für die Unterstützung, ohne die es die Bücher nicht geben würde“, erklärt Robert Kleih. Das Buch kostet 15 Euro und ist bei der Ferring-Stiftung und im Insel-Buchhandel erhältlich.