Der perfekte Start in den Tag sieht für jeden Menschen anders aus. Aber eines sollte er prinzipiell schon sein: stressfrei. Denn wer morgens bereits mit einem hohen Level Adrenalin startet, benötigt das regulierende Hormon Kortisol, um sich wieder auszugleichen.
Auf Dauer ist ein Lebensstil gegen den individuellen Biorhythmus und Typus belastend und wirkt sich auf das psychische und physische Wohlbefinden aus. Immer mehr Menschen landen, bedingt durch den hohen Leistungsdruck, in einem Burnout. Umso wichtiger ist es, in die Selbstfürsorge zu gehen und durch persönliche Routinen einen Ausgleich zur Hektik des Alltags zu finden.
Ein paar Tipps sind hier zusammengestellt, wie ein solches Ritual aussehen könnte:
Guter Schlaf
Im Schlaf werden die Eindrücke des Tages verarbeitet und der Körper entschlackt - auch das Gehirn scheidet Giftstoffe aus. Deswegen ist guter Schlaf so wichtig und stärkt das Immunsystem. Eine kleine Morgenroutine hilft, die Giftstoffe aus dem Körper zu transportieren sowie Körper und Geist mit Energie zu versorgen.
Meditation für den Tag
Es gibt eine Reihe von geführten Meditationen über Podcast-Plattformen, die einen entspannten Start in den Tag garantieren.
Die Fünf Tibeter
Durch diese fünf Yoga-Übungen wird der Kreislauf angeregt, die Muskulatur gedehnt, Gelenke gängig gemacht und der Körper mit Energie versorgt. Diverse Anleitungen dazu finden sich im Internet unter dem Suchbegriff: Übungen - fünf Tibeter. Wer lieber ein Heft oder Buch dazu lesen möchte, findet diese im Fachhandel seiner Wahl.
Zungeschaben und Ölziehen
In der Apotheke oder im Drogeriemarkt gibt es mittlerweile Zungenschaber, mit denen man bereits vor dem ersten Getränk, Frühstück und Zähneputzen die Zunge von dem in der Nacht entstandenen Belag reinigt. Hierdurch werden Bakterien und Stoffwechselausscheidungen beseitigt. Alternativ ist auch die Kante eines Löffels verwendbar.
Für das Ölziehen eignet sich am besten Sesam-, Lein- oder Olivenöl. Die darin enthaltenen Omega3 Fettsäuren stärken unter anderem das Zahnfleisch. Das Öl wird dabei mindestens fünf Minuten im Mund bewegt und durch die Zahnzwischenräume gedrückt. Bakterien und kleine Speisereste sammeln sich darin und werden letztlich ausgespuckt. Durch diesen Prozess wird das Öl schaumig und sollte in einem Küchentuch aufgefangen und über den Mülleimer entsorgt werden.
Silke Kurtz
Extratipp
Wer es sich leisten kann, schläft nach seinem Biorhythmus und verzichtet auf einen Wecker. Jeder Körper ist anders und sucht sich seinen eigenen Zyklus. Der Wecker ist eine menschengemachte Erfindung und entspricht nicht der individuellen Biologie. Und was spricht schon dagegen, wenn man im Winter einfach mal eher ins Bett geht? Zusätzlich spart es ja auch noch Energie, wenn um 19 Uhr die Lichter ausgehen.