Der Mobilitätsmix in Deutschland wird vielfältiger, ohne dass das Auto seine dominierende Rolle verliert. Laut „TÜV Mobility Studie 2026“ nutzen 83 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal pro Woche einen Pkw. 63 Prozent legen regelmäßig Wege zu Fuß zurück, jeweils 20 Prozent fahren Fahrrad oder nutzen den öffentlichen Personennahverkehr.
Daneben haben sich elektrische Fahrräder als Alltagsverkehrsmittel etabliert. 14 Prozent der Befragten sind mindestens wöchentlich mit Pedelec oder S-Pedelec unterwegs. E-Scooter kommen auf 2 Prozent, Lastenräder auf 1 Prozent. Der TÜV-Verband sieht E-Scooter und Lastenräder trotz der bislang kleinen Nutzeranteile „weiter im Kommen“. Regionalbahnen werden von 7 Prozent mindestens wöchentlich genutzt, Motorräder, Mopeds und Motorroller von 3 Prozent.
Auffällig sind die großen Unterschiede zwischen Stadt und Land. In Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern fahren 96 Prozent der Befragten regelmäßig Auto. In Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern sind es noch 66 Prozent. Dort sind 68 Prozent regelmäßig zu Fuß unterwegs, 47 Prozent nutzen den ÖPNV und 26 Prozent das klassische Fahrrad.
Beim E-Bike kehrt sich das Stadt-Land-Verhältnis um. In Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern fahren 18 Prozent mindestens wöchentlich elektrisch Rad, in Metropolen lediglich 6 Prozent. Das klassische Fahrrad wird dort dagegen deutlich häufiger genutzt. Holger Holzer/SP-X
Elektrisches Urlaubsauto gefragter
Die seit Monaten auf hohem Niveau verharrenden Benzin- und Dieselpreise machen Elektroautos für Urlaubsreisen offenbar zunehmend attraktiv. Einer Umfrage des Leasing- und Full-Service-Anbieters Alphabet zufolge erwägt mittlerweile gut jeder dritte deutsche Autobesitzer, speziell für den Urlaub auf ein E-Auto umzusteigen. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 62 Prozent. Ein Grund dürften die niedrigeren Energiekosten sein: Wer günstig lädt, kann gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner seine Kosten für die Fahrtenergie deutlich senken.
Trotz der Kosten bleibt das eigene Auto für die Urlaubsfahrt beliebt. Fast zwei Drittel der Befragten bevorzugen es als Verkehrsmittel. Alphabet-Chef Uwe Hildinger sieht darin zugleich Chancen für die Elektromobilität: „Vor dem Hintergrund der hohen Treibstoffkosten kann der Umstieg auf ein E-Fahrzeug signifikante Einsparungen mit sich bringen.“
gen. Für die Umfrage ließ Alphabet 1.270 Autobesitzer in Deutschland durch das Meinungsforschungsinstitut Toluna befragen. Alphabet gehört zur BMW Group. SP-X