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Klinik für Herzchirurgie am Campus Kiel: Großer Schritt für die Transplantations-Medizin

Professor Warnecke und sein Team freuen sich über die Förderung zur Anschaffung des Organ Care Systems. (v.li.): Prof. Dr. Gregor Warnecke (Direktor der Klinik für Herzchirurgie), Alexander Eck (Vorstandsvorsitzender der Förderstiftung des UKSH), PD Dr. Wiebke Sommer (stellv. Direktorin der Klinik für Herzchirurgie), Dr. Bernhard Termühlen (stellv. Vorsitzender des Kuratoriums), Dr. Katherina Huenges (Klinik für Herzchirurgie), Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz (Vorstandsvorsitzender des UKSH), Prof. Dr. Tim Attmann (Klinik für Herzchirurgie), Pit Horst (Geschäftsführer der Förderstiftung des UKSH). Foto: Sven Janssen für UKSH Gutes tun! | uksh.de/gutestun

UKSH-Förderstiftung unterstützt neues System zur Verlängerung der Transportzeiten von Spenderherzen

Die Klinik für Herzchirurgie DE am Campus Kiel hat durch eine Förderung in Höhe von 136440 Euro ein innovatives Organ Care System (OCS) angeschafft, das die Transportzeit von Spenderherzen erheblich verlängert. Bisher lag die maximale Zeit, in der Spenderherzen ohne Durchblutung und gekühlt gelagert werden können, bei vier Stunden. Mit dem neuen OCS kann diese sogenannte Ischämiezeit nun auf acht bis zwölf Stunden ausgeweitet werden.
„Für Patientinnen und Patienten, die für eine Herztransplantation gelistet sind, zählt jede Minute. Besonders bei Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern, die bereits am Herzen voroperiert wurden, ist die Vorbereitung der Transplantation äußerst aufwendig“, erklärt Professor Dr. Gregor Warnecke, Direktor der Klinik für Herzchirurgie. „Dank der Förderstiftung des UKSH haben wir durch das neue System mehr Zeit für diese komplexen Eingriffe und können Spenderherzen aus größerer Entfernung sicherer und effektiver transportieren.“ Das Team um Prof. Warnecke sieht in der neuen Technologie einen entscheidenden Fortschritt in der Transplantationsmedizin am UKSH.

Die Herztransplantation stellt besondere Herausforderungen dar, da die Lagerung des Spenderorgans ohne warme Durchblutung das Überleben des Empfängers beeinflusst. Jede Minute über die bisher maximalen vier Stunden hinaus verschlechtert die Überlebenschancen der Patientinnen und Patienten. Mit dem Einsatz des OCS können Spenderherzen nun wesentlich länger transportiert werden, indem sie außerhalb des Körpers durchblutet und schlagend erhalten bleiben. 

Neben den längeren Vorbereitungszeiten für die Operation erlaubt das neue System auch Spenderherzen aus weiter entfernten Krankenhäusern zu erhalten. Bisher mussten Spenderorgane aufgrund zu langer Transportwege häufig abgelehnt werden. Mit dem OCS wird diese Einschränkung erheblich reduziert und die Versorgungssicherheit Transplantationspatienten für in Kiel weiter gesteigert. Von der Anschaffung des neuen Systems profitieren so insbesondere Patientinnen und Patienten, die bisher wegen eines komplexen Herzfehlers oder multipler für die Voroperationen Herztransplantation nicht in Frage kommen.

In dem Bereich der operativen Versorgung von angeborenen Herzfehlern ist die Sektion Kinderherzchirurgie des UKSH Kiel im deutschen Raum einzigartig. Viele dieser Patienten werden in den kommenden Jahren eine Herzschwäche entwickeln und einer Herztransplantation und oder auch kombinierten Organtransplantationen (z.B. Herz-Leber-Transplantationen) bedürfen. Die konsequente Anbindung der meist im Kleinkindalter initial operierten Patienten zeigt die hohe Behandlungsqualität am EMAH Zentrum in Kiel als auch die hohe Bedeutung des neuen Organ Care Systems für die am Campus Kiel ansässigen Patientinnen und Patienten.

Gesamtfördersumme von über 485 000 Euro

Für dieses Jahr ist während der 16. Kuratoriumssitzung der Förderstiftung des UKSH vom 3. Juli eine Gesamtfördersumme von mehr als 485000 Euro für 13 innovative Medizinprojekte beschlossen worden. Das ist in der elfjährigen Geschichte der Förderstiftung des UKSH die bisher höchste Jahresförderung. Das Projekt von Professor Warnecke erzielte dabei die bisher höchste Einzelförderung für ein Förderprojekt der Stiftung. Diese Förderungen sind dank des jährlichen Engagements der aktuell 76 Unternehmerpersönlichkeiten möglich.

Die Förderstiftung des UKSH hat bis dato 145 innovative medizinische Leuchtturm-Projekte (neuartige Medizintechnik/Geräte, digitale Zukunftsmedizin, Forschungsvorhaben, Studien uvm.) mit einer Fördersumme von mehr als 3,44 Millionen Euro nachhaltig gestärkt. Zusätzlich ist der Aufbau des Stiftungsvermögens und der Rücklagen auf rund 3,48 Millionen Euro gelungen. Die Gesamteinnahmen der Förderstiftung des UKSH belaufen sich seit 2013 aktuell auf mehr als 6,9 Millionen Euro.

Spendenkonten

Jetzt auch Gutes tun! Für unsere Gesundheit

Die Universitätsmedizin des UKSH kann über die Förderstiftung des UKSH etwa mittels Spenden, Vermächtnissen, Nachlässen und Geldlauflagen nachhaltig unterstützt werden. Spendenkonten der Förderstiftung des UKSH:
Förde Sparkasse
IBAN:
DE10 2105 0170 1400 1429 88
BIC: NOLADE21KIE
Sparkasse zu Lübeck
IBAN:
DE37 2305 0101 0162 9999 99
BIC: NOLADE21SPL

Angabe im Verwendungszweck: Spende zweckfrei, über shz

Weitere Informationen:
www.uksh.de/gutestun |
Mail: kuratorium@uksh.de

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