Wir wollen heiraten! Der Himmel hängt voller Geigen und die Hochzeit soll die Liebe krönen. Doch viele Paare geraten angesichts des organisatorischen Aufwands in leichte Panik. Was ist wann zu tun? Bevor die eigentliche Planung beginnt, sollte das Paar überlegen, wie sie sich ihre Traumhochzeit vorstellt. Soll nur standesamtlich oder auch kirchlich geheiratet werden oder soll die Hochzeit als freie Zeremonie stattfinden? Gibt es eine Lieblings-Location und wer soll dabei sein? Welche Dienstleister brauchen wir? Soll es ein Motto geben und das wichtigste - wie hoch ist das Budget? -
12 bis 18 Monate vorher
Mit der Hochzeitsplanung sollte 12 bis 18 Monate vor dem gewünschten Hochzeitstermin begonnen werden. Für eine bessere Übersicht hilft ein Hochzeitsordner, der per Register in die unterschiedlichen Bereiche eingeteilt wird. So sind alle Angebote und Inspirationen leicht wiederzufinden.
Das richtige Datum
Ein Rat vorweg: Nicht auf ein Datum fixieren. Beliebt bei Brautpaaren sind Daten wie der 8.8. oder 9.9., Frühlings/ oder Sommeranfang. Daher sind diese Termine nicht nur beim Standesamt schnell vergeben, sondern auch die gewünschte Location kann schnell ausgebucht sein. Da der Termin beim Standesamt erst sechs Monate vor der Trauung gebucht werden kann, die Location aber viel früher feststehen sollte, ist die richtige Koordination ein großer Balanceakt, der nur mit Flexibilität und einer Portion Glück zu meistern ist.
Ein Ort zum Feiern
Die Auswahl der richtigen Location gehört zu den wichtigsten Punkten und sollte ganz am Anfang der Planung stehen. Gibt es einen Lieblingsort, sollte dieser schnell reserviert werden. Wer noch überlegen möchte, sollte sich eine Liste mit möglichen Event-Locations erstellen und diese vor Ort in Augenschein nehmen. Dazu ist wichtig, wie viele Gäste eingeladen werden sollen, damit die Räume auch für die Personenzahl passen.
Dienstleister und Co.
- Ob DJ, Caterer, Fotograf oder Hochzeitsplaner – viele haben nur begrenzt Termine frei und sollten weit im Voraus gebucht werden. Trau sollten ebenfalls zeugen rechtzeitig gefragt werden, ebenso wie Brautjungfern, Blumenkinder und die wichtigsten Familienmitglieder. Erste Muster für die Einladungs/ und Tischkarten sollten ausgesucht werden.
Sieben bis elf Monate vor der Hochzeit
Die Gästeliste sollte jetzt final definiert werden und ein „Save the Date“ versendet werden. Beim Standesamt und gegebenenfalls Pfarramt nachfragen, welche Papiere erforderlich sind und diese zusammenstellen.Fehlt etwas, kann die Beschaffung viel Zeit in Anspruch nehmen. Sind Flitterwochen geplant, dann sollte jetzt Urlaub beantragt und die Reise geplant werden. Ganz in Weiß oder schlichtes Kostüm? Die Outfits sollten jetzt ausgesucht werden.
Drei bis sechs Monate vor der Hochzeit
Sechs Monate vor dem gewünschten Termin diesen beim Standesamt vereinbaren und festzurren. Hier gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Also am besten pünktlich zur Öffnungszeit vor Ort sein, insbesondere, wenn es um ein beliebtes Datum geht. Die Einladungskarten werden verschickt. Wichtig: Die Antwortkarte nicht vergessen. Wer den digitalen Weg bevorzugt, sollte online eine Rückmeldungsmöglichkeit einrichten. Ebenfalls auf die Einladungskarte gehört die Info, wo die Geschenkliste ausliegt. Deko, Playlist für den DJ und der Ablauf der Feier sollten festgelegt werden.
Endspurt: Die letzten Wochen vor der Hochzeit
Hochzeitsoutfits anprobieren und gegebenenfalls ändern lassen. Alle Termine mit Dienstleistern bestätigen lassen. Gästeliste anpassen. Wer hat abgesagt, wer soll doch noch kurzfristig eingeladen werden. Maniküre und Pediküre circa drei Tage vor der Hochzeit erledigen. Papiere, Ringe und wichtige Utensilien bereitlegen.
Claudia Bonvie