Es ist die wohl schönste und gleichzeitig arbeitsreichste Zeit des Jahres. Die Adventssonntage und die Weihnachtsfeiertage sind geprägt von dem Wunsch nach Gemeinschaft, Besinnlichkeit und natürlich exzellentem Essen. Doch der Weg zum perfekten Festtagsbraten - sei es die klassische Gans, der Karpfen oder ein aufwendiges vegetarisches Menü - ist oft mit erheblichem Aufwand verbunden.
Die Vorstellung idyllischer Feiertage kollidiert häufig mit der Realität überfüllter Supermärkte, langer Menüplanung und ewig scheinendem Aufenthalt in der Küche. Daher treffen immer mehr Menschen die Entscheidung, das Kochen an den Feiertagen den Profis der lokalen Gastronomie zu überlassen.
Entscheidung für die gemeinsame Zeit
Ein Festessen für die ganze Familie ist ein logistisches Großprojekt. Es bindet Tage im Voraus Ressourcen - vom Großeinkauf bis zum finalen Anrichten. Wer diese Aufgaben an ein Restaurant oder einen Catering-Service delegiert, kauft sich vor allem eines: Zeit.
Statt Töpfe zu koordinieren und Garzeiten zu überwachen, können Gastgeber die Stunden mit ihren Liebsten verbringen. Es ist der Tausch von Küchendienst gegen entspannte Gespräche, gegen das gemeinsame Anstoßen, ohne den nächsten Gang im Hinterkopf haben zu müssen. Der Gastgeber wird vom Organisator wieder zum echten Teilnehmer der Feier.
Selten sind die kulinarischen Erwartungen so hoch und gleichzeitig so unterschiedlich wie zu Weihnachten. Die Großeltern wünschen sich die traditionelle Ente mit Rotkohl, während andere vielleicht eine vegetarische Alternative bevorzugen. Hinzu kommen mögliche Allergien oder Unverträglichkeiten. Eine private Küche stößt da schnell an ihre Grenzen.
Die lokale Gastronomie hingegen ist auf diese Vielfalt spezialisiert Familienmitglieder. Beim Restaurantbesuch oder über einen Lieferdienst kann für jeden Geschmack etwas dabei sein, ohne dass Kompromisse bei der Qualität eingegangen werden müssen. Jeder Gast erhält das Gericht, das für ihn den Feiertag perfekt macht.
Ein oft unterschätzter Stressfaktor ist das Danach. Ist der letzte Bissen des Desserts genossen, wartet die Kehrseite des Festmahls: ein Berg aus Geschirr, Gläsern und womöglich die eingebrannten Töpfe. Wer auswärts isst, beendet den Abend mit dem Verlassen des Restaurants.
Die besinnliche Stimmung wird nicht durch das Geräusch der Spülmaschine oder Diskussionen über das Abtrocknen unterbrochen. Auch beim Catering, das oft Geschirr mitliefert oder zumindest die schweren Töpfe überflüssig macht, reduziert sich der Aufwand auf ein Minimum.
Die Entscheidung, an Weihnachten nicht selbst zu kochen, ist somit keine Abkehr von der Tradition, sondern eine bewusste Neugewichtung der Prioritäten. jfa