Gute Nachwuchskräfte würden immer und überall gesucht. Auch auf die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) ging er ein. Natürlich werde die KI auch im Handwerk Einzug halten. „Doch die Künstliche Intelligenz wird nie das Handwerk ersetzen.“ In einer Talkrunde forderte der Präsident der Handwerkskammer in Flensburg, Jörn Arp, die jungen Menschen auf, dem Handwerk treu zu bleiben. „Ihr habt Euch für das Handwerk entschieden und somit den besten Schritt eures Lebens unternommen.“
Michael Kwauka, Leiter der Beruflichen Schule in Husum, stellte klar, dass man junge Menschen brauche, die anpacken würden. Und auch auf das Thema Rassismus ging der Schulleiter ein. „Im Handwerk ist jeder Mensch gleichwertig und willkommen, egal woher er kommt, egal welcher Hautfarbe und welchen Glaubens.“ Rassismus habe im Handwerk keinen Platz.
Michael Kwauka, Leiter der Beruflichen Schule in Husum
Handwerksmedaille für drei Gesellen
Wie schon in den vergangenen Jahren wurde auch diesmal die NOSPA-Handwerksmedaille an drei frisch ausgebildete Handwerksgesellen verliehen. „Die Preisträger zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche schulische Leistung, dem persönlichen Einsatz und der sozialen Kompetenz aus. Dazu zählten auch junge Auszubildende, die zum Teil unter erschwerten Bedingungen ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hätten, erklärte der NOSPA-Bereichsdirektor (Firmenkunden) Marcus Utech.


Die Goldene Handwerksmedaille erhielt der Tischler Momme Lukas Thomsen vom Theodor Schäfer Berufsbildungswerk Husum (TSBW). Er habe trotz herber Schicksalsschläge während seiner Ausbildung an seinem Ziel festgehalten und seine Prüfung mit Bravour gemeistert, so Utech in seiner Laudatio. Auch der Zimmerer Bennet Meyer von der Zimmerei Tammen in Tönning erhielt die begehrte Handwerksmedaille. Unbeirrt trotz Schwierigkeiten machte er seine Ausbildung mit Bestnote. Von den möglichen 100 Punkten erreichte er eine über 95-prozentige Bewertung. Anlagenmechaniker Daouda Soumah aus Afrika kam vor einigen Jahren nach Deutschland und erlernte seinen Beruf bei der Firma WTC Mildstedt. Er setzte alles daran, die Sprache seines Zweitlandes zu erlernen. Während seiner Ausbildung besuchte er Deutschkurse und scheute die Doppelbelastung nicht. „Heute spricht er fast akzentfrei deutsch“, lautete die Einschätzung vom NOSPA-Bereichsdirektor.


Einen interessanten und spannenden Bericht über seine über dreijährige Wanderschaft als Bäcker auf der Walz bot Daniel Lorenzen von der Biobäckerei Joldelund. Diese Zeit habe ihn persönlich aber auch beruflich geprägt und dafür sei er sehr dankbar. Den Auszubildenden rief er zu, auch einmal neue Schritte zu wagen. Nachdem alle Auszubildenden sich in die Handwerksrolle eingetragen hatten, folgte zum Abschluss ein Imbiss mit vielen Gesprächen im Foyer des NCC Husum. hjm