Schockierendes Viertelfinal-Aus 2023, triumphaler Sieg 2024, überzeugende Titelverteidigung 2025, deprimierende Halbfinal-Pleite 2026: Die SG Flensburg-Handewitt hat in der European League (EL) in den vergangenen vier Jahren ein Wechselbad der Gefühle durchlaufen. Mal diente der zweitwichtigste europäische Clubwettbewerb im Handball als Trostpflaster, mal war er ein Stimmungsdämpfer.
Jetzt steht fest, dass die SG in der kommenden Saison zum fünften Mal in Folge an der European League teilnimmt. Der jeweils dritte Platz in der Bundesliga und beim EL-Final-Four reichten nicht aus, um den erhofften Sprung in die wesentlich lukrativere Champions League zu schaffen.
Also bleibt alles beim Alten? Nicht ganz, denn die Europäische Handballföderation hat diesen Wettbewerb reformiert und einen neuen Modus eingerichtet. Die unübersichtliche Qualifikationsphase der European League fällt weg, der Wettbewerb startet direkt mit der Gruppenphase. Diese besteht aus 32 Teams in acht Vierergruppen, aus denen sich die beiden besten Mannschaften für die K.o.-Phase qualifizieren.
In dieser steigen die zwölf Dritt- und Viertplatzierten aus der Champions-League-Gruppenphase mit ein. Die 14 Gewinner der ersten K. o.-Runde (Hin- und Rückspiel) bilden mit den zwei Fünftplatzierten der Champions-League-Hauptrunde das Teilnehmerfeld für das Achtelfinale. In der Folge wird wieder im klassischen Europapokalmodus gespielt. Die Sieger der Achtelfinals bestreiten das Viertelfinale, die Sieger der Viertelfinals erreichen das Final Four. Schauplatz der Endrunde ist erneut die Barclays Arena in Hamburg, wo am 22. und 23. Mai 2027 der Nachfolger der MT Melsungen gesucht wird.
Die letzten EL-Sieger:
2021: SC Magdeburg
2022: Benfica Lissabon
2023: Füchse Berlin
2024: SG Flensburg-Handewitt
2025: SG Flensburg-Handewitt
2026: MT Melsungen
Holger Petersen