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Eine Herausforderung für die Betriebe

Einige Firmen bieten Auszubildenden mit Events ein besonderes Angebot. Foto: Kristina Mehlert

Der Fachkräfte- und Ausbildungslücke entgegentreten

Noch immer klafft in vielen Handwerksbetrieben eine Fachkräfte- und Ausbildungslücke. So manch ein Handwerksbetrieb lässt sich mittlerweile Besonderes einfallen, um den eigenen Betrieb für Lehrlinge und potenzielle Bewerber sowie Fachkräfte attraktiv zu machen.

Im Idealfall sollten Ausbildungsbetriebe mit der Lehrlingssuche beginnen, solange noch ein weiterer Azubi im Betrieb tätig ist. Vielleicht hilft es sogar, diesen als Botschafter auf regionale Ausbildungsmessen oder in weiterführende Schulen zu schicken, um für den Beruf und das Handwerk allgemein zu werben. Wer könnte anderen Jugendlichen besser erklären, warum gerade dieser Beruf Spaß mache, was eine handwerkliche Tätigkeit ausmacht und welche Aufgaben im Betrieb auf den neuen Azubi warten.

Unternehmen aus der Region

Gleichzeitig Handwerksmeister können ihren Azubi aber auch bitten, sich als Influencer in Sachen Handwerk auf sozialen Medien wie Instagram oder gar TikTok zu betätigen. So zumanch ein Arbeitgeber kann das sicher bestätigen: Handwerklich begabte Jugendliche müssen nicht unbedingt die besten Schüler sein und scheuen dadurch vielleicht eine Bewerbung. Auch diesen Schülern und Ausbildungsplatzsuchenden sollte man eine Perspektive bieten und an die Hand nehmen.

Unternehmen aus der Region

Möchte man dagegen einen Schulabbrecher eine Chance geben, sollte Kontakt zum Jobcenter oder der Agentur für Arbeit aufgenommen werden. Die Mitarbeiter kennen entsprechende Kandidaten - etwa von berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen.

Gute Ansprechpartner aber sind zudem alle weiterführenden Schulen. Und manch ein Arbeitgeber hat sicher auch schon die Erfahrung machen müssen, dass es längst nicht mehr nur ausreiche, ein angemessenes Lehrlingsgehalt zu bezahlen. Gerade junge Menschen wünschen sich Zusatzleistungen und Goodies, die von einem Handyvertrag über das Fitnessstudio bis hin zum Firmenwagen oder Bonus-Urlaubstage reichen.

Wichtig aber sei es auch, jungen Menschen schon frühzeitig mögliche Aufstiegsmöglichkeiten und Karrierewege im Handwerk zu zeigen. Nicht selten sind es Eltern, die ganz spezielle Wunschvorstellungen der von beruflichen Zukunft ihrer Kinder haben. Beachtet werden aber sollte dabei: Nicht jeder junge Erwachsene ist für das theoretische Lernen an der Fachhochschule oder Uni geeignet. Umso wichtiger ist es daher, das Image einer Ausbildung im Handwerk auch bei den Eltern zu steigern.                   km


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