Die Telefondrähte laufen heiß, der Posteingang ist voll bis obenhin und die Köpfe von Rena Laue und Torge Ramm rauchen. Die Macher hinter der Verbrauchermesse für Caravaning, Camping, Freizeit und mobiles Reisen in Rendsburg haben mal wieder alle Hände voll zu tun. Noch größer, noch informativer und noch besser soll die vierte Runde der „Caravan und Co“ werden. Von Donnerstag, 19. bis Sonntag, 22. September treffen sich eingefleischte Camper, Outdoorfans und alle die, die Lust auf die Freiheit auf vier Rädern haben. Was Besucher erwartet, was es Neues gibt und warum „Caravan und Co“ viel mehr als nur eine Produktmesse ist, hat unsere Redakteurin Julia Voigt im Gespräch mit den Beiden erfragt.
Eine eigene Messe für Camper in und aus der Region. Woher kam denn die Idee dazu überhaupt?
Torge: Unsere Kollegen aus dem Vertrieb hatten als Kunden eine Organisation aus zwölf Caravanhändlern, die regelmäßig in Hamburg Messen rund ums Camping veranstalteten. Als da eine Nachfolge gesucht wurde, haben wir uns die Frage gestellt, ob das nicht etwas für uns hier im Norden wäre. Das Messegelände in Rendsburg ist dafür prädestiniert. Eigentlich sollte es nur etwas Kleines werden, aber irgendwie ist alles viel größer als gedacht geworden. Wir haben Schritt für Schritt„Caravan und Co“ aufgebaut. Die Marke ist nicht nur die Messe, sondern zu ihr gehört noch vieles mehr.
Jetzt steht sie wieder in den Startlöchern, was hat sich denn im Vergleich zur Premiere 2020 geändert und weiterentwickelt?
Rena: Wir haben vor allem unser Orgateam erweitert, was für noch bessere Strukturen sorgt. Wir können jetzt verschiedene Arbeitspakete und Verantwortlichkeiten besser verteilen. Im Vergleich zur Premiere ist einiges anders geworden. Vor allem haben wir jedes Jahr mehr Aussteller dazubekommen. Waren wir im ersten Jahr noch unter 100 sind wir jetzt bei über 120. Dass es sich lohnt, dabei zu sein, hat sich mittlerweile weit über die Region hinaus herumgesprochen. Viele waren am Anfang noch skeptisch, weil es ja keine klassische Messe ist, sondern das Konzept dahinter eine andere Ausrichtung hat.
Was versteht ihr unter einer anderen Ausrichtung?
Torge: Am Ende wollen wir, dass Besucher und Aussteller gleichermaßen glücklich sind. Klar sollen gute Geschäfte gemacht werden, aber es sollen einfach auch richtig schöne Tage für alle werden. Das Co. im Namen steht dafür, dass es noch mehr als Caravan gibt. So haben wir jede Menge Kulinarik auf dem Plan und Hersteller dabei, die eine ganz andere Produktpalette mitbringen.
Und wie sieht es mit den Besucherzahlen aus?
Rena: Im letzten Jahr waren es gut 24.000 Besucher. Wir haben schon 2023 mehr Fläche dazugenommen und werden auch diesmal erweitern können, so haben wir noch Kapazitäten nach oben. Wenn es so gut weiterläuft, können wir irgendwann das komplette Messegelände nutzen und somit auch die Besucherzahlen erhöhen.
Was für ein Schlag Mensch kommt denn zur Messe?
Torge: Das kann man gar nicht pauschal beantworten. Auf der einen Seite haben wir das jüngere Publikum aus der Van-live-Szene und die Selbstbauer. Aber auch Familien, die sich mit einem Kastenwagen langsam ans Campen herantasten und erstmal testen wollen. Aber klar besteht der große Teil aus dem klassischen Dauercamper. Wir haben aber auch die absoluten Luxuscamper. Wir bilden ja auch vom günstigen Einsteigermodell bis hin zum High-End-Produkt so ziemlich alles ab.
Wie ist die Resonanz von Seiten der Besucher?
Rena: Der Grundtenor der Rückmeldungen bestätigt uns, dass wir nicht die klassische Messe machen. Wir haben den Begriff „Messtival“ extra dafür erfunden. Wir wollen eben Messecharakter, aber auch Unterhaltung und Information bieten.
Was hat sich noch weiterentwickelt? Was kommt neu dazu?
Torge: Auf jeden Fall werden wir neue Messehallen haben, die sind gerade komplett neu gebaut worden. Dann wird die große Bühne diesmal draußen sein. Damit das Programm auch bei schlechtem Wetter stattfinden kann, wird sie überdacht sein. In diesem Jahr wird es mehrere neue Food-Areas mit kulinarischen Highlights draußen geben.
Was steht so auf dem Speiseplan?
Rena: Es gibt eigentlich von bis für jeden etwas. Dieses Jahr haben wir verstärktes Augenmerk auf vegane und vegetarische Produkte gelegt.
Habt ihr auch auf Kritik reagieren können?
Torge: Ja, sicher. Zu Anfang fehlten den Besuchern beispielsweise mehr Auswahl in Sachen Zubehör. Dazu konnten wir schon in der letzten Runde einen der führenden Hersteller für uns gewinnen. Wie war das? Eine der am häufigst gestellten Fragen war, ob der Hund mitdarf. Und darf er? Rena: Ja, er darf natürlich mit. Er muss aber an die Leine.

Worauf freut ihr euch besonders?
Torge: Auf alles. Wir freuen uns, dass unser Wirtschaftsminister Claus Ruhe Maden die offizielle Eröffnung übernehmen wird. Auch dass der Geschäftsführer von Hobby Caravan vor Ort ist, finden wir sehr cool. Dieses. Jahr wird es auf dem Messegelände eine eigene Hobbywelt geben. Hobby-Händler aus ganz Deutschland werden dabei sein. Für eine vergleichsweise kleine und regionale Messe wie der unseren schon sehr besonders.
Und wie in den Jahren davor können Besucher auch wieder den Campingplatz nutzen?
Rena: Ja, da gibt es ganz verschiedene und flexible Möglichkeiten. Bei 180 Plätzen empfehlen wir jedoch rechtzeitig über unsere Homepage www.caravan-und-co. de zu buchen. Vor allem der Freitag und der Samstag sind für gewöhnlich schnell ausgebucht. Es ist ja eine Messe für die ganze Familie. Was wird den kleinen Besuchern geboten? Torge: Wie im letzten Jahr haben wir wieder das Kids-Camp mit bunten und spannenden Aktionen.
Und gibt es abends wieder eine fette Party?
Rena: Na klar, die Messeparty darf nicht fehlen. Wir haben dafür eine sehr gute DJane engagieren können, sie wird mit Sicherheit für geile Musik sorgen. Zur Party können auch Leute kommen, die keine Messebesucher sind. Tickets gibt es bei uns online für fünf Euro.
Wie soll es mit der„Caravan und Co“ in Zukunft weitergehen? Was wünscht ihr euch?
Torge: Wir wünschen uns vor allem, dass alle Aussteller und Besucher schöne Tage haben, inspiriert nach Hause gehen und zufrieden sind. Wir sind zuversichtlich, dass es wieder ein Erfolg werden wird. Jedes Jahr bringt neue Herausforderungen und viele Neuerungen. Ganz sicher wird es auch 2025 wieder eine Auflage mit allem, was dazugehört geben.
Interview: Julia Voigt