Moderne Arbeitnehmer wissen heute meist ziemlich - genau, was sie möchten und was nicht. Ganz oben auf der Wunschliste vieler potenzieller Jobsuchender: Eine ausgewogene Work-Life-Balance, ein gutes Arbeitsumfeld und eine angemessene Vergütung. Optimalerweise kombiniert mit einer hohen Arbeitsplatzsicherheit, die dazu auch noch einigermaßen unabhängig von der konjunkturellen und weltpolitischen Großgemengelage sein sollte. Zudem: Arbeit soll möglichst sinnvoll sein. Das Motto: „Wenn ich einen großen Teil meines Lebens mit einer bestimmten Tätigkeit verbringen, dann möge diese doch bitte bedeutsam sein. Für mich selbst, aber vor allem auch für andere.“ Auf Berufe im öffentlichen Dienst treffen viele dieser Wünsche zu.
Denn klar ist: Deutschland ist ohne Verwaltung, Justiz, Polizei und Militär nicht denkbar. Sie erhalten die Ordnung aufrecht und sorgen für die Sicherheit der Bürger. Deshalb erledigt diese hoheitlichen Aufgaben der Staat selbst. Dazu beschäftigt er Menschen im öffentlichen Dienst.
Größter Arbeitgeber des Landes
Über vier Millionen Menschen arbeiten in Deutschland im öffentlichen Dienst. Damit ist er der größte Arbeitgeber der Republik. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Gemeinschaft all jener, die im weiten Sinne beim Staat beschäftigt sind. Arbeitgeber sind der Bund, die Länder und Gemeinden.
Die zunehmende Digitalisierung oder der ökologische Umbau von Gesellschaft und Wirtschaft stellen den öffentlichen Dienst vor neue Herausforderungen. Behörden und öffentliche Verwaltungen der Kommunen, des Bundes und der Länder benötigen deshalb ständig ausreichend qualifiziertes Fachpersonal für die unterschiedlichsten Aufgaben. Auch wenn viele beim öffentlichen Dienst in erster Linie an Beamte denken, so ist doch die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer - rund 64 Prozent - angestellt.
Auch ihnen steht eine große Zahl an unterschiedlichsten Positionen zur Auswahl. Immer häufiger übernehmen Angestellte auch Aufgaben, die früher nur Beamten vorbehalten waren. Die meisten Arbeitsplätze im Staatsdienst gibt es in klassischen Verwaltungsbereichen. Weitere öffentliche Arbeitgeber sind die Träger der Sozialversicherung, Schulen und Universitäten, Krankenhäuser und Pflegeheime, die Polizei und viele Energieversorger - um nur einige zu nennen.
Dementsprechend zahlreich sind die Ausbildungsplätze und Karrierewege. Allein die Bundesverwaltung bietet Ausbildungen in mehr als 80 Angestelltenberufen an und in rund 30 Beamtenlaufbahnen. Auch Quereinsteiger zum Beispiel aus technischen und handwerklichen Berufen haben vielerorts gute Chancen. Beschäftigte werden etwa in der Landes- und Bundesverwaltung, in Städten und Gemeinden, bei der Polizei, in Kindergärten und Schulen, in Finanzämtern, Justizvollzug, beim Zoll, in Gesundheitsämtern, in der Pflege und Sozialen Arbeit oder in Jobcentern gesucht.
Planungssicherheit, die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, soziale Werte, gute Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten, ein zuverlässiger Arbeitgeber und eine abwechslungsreiche Tätigkeit, die bürgernah und sinnstiftend ist starke Argumente für den Traumberuf Öffentlicher Dienst.
msl
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Öffentlicher Dienst - diese Bereiche gibt es
Beschäftigte im öffentlichen Dienst kümmern sich um all die Dinge, die es gibt, damit das Land funktioniert. Alle Tätigkeiten zu nennen, denen Angehörige des öffentlichen Dienstes nachgehen, ist hier nicht möglich: Der Staat bietet über hundert Berufe an - allein die Bundesverwaltung kennt 80 Angestelltenberufe und etwa 30 Beamtenlaufbahnen. Einige Bereiche der öffentlichen Hand lassen sich zur groben Orientierung wie folgt zusammenfassen:
Öffentliche Verwaltungen (Bundes- und Landesbehörden, Gemeinde-, Stadt- oder Kreisverwaltungen)
Energieversorgung (zum Beispiel Stadtwerke)
Wissenschaft (Universitäten, Fachhochschulen, sonstige staatlichen Bildungsträger)
Bildung (Schulen, Kindergärten) Gesundheit (Kliniken, Krankenhäuser)
Vereine, Verbände, Stiftungen
Finanzen (Sparkassen, Landes- und Bundesbanken)
Versicherungen (Sozialversicherung, Gesetzliche Krankenkassen)