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Zwischen Patientennähe und neuen Technologien

Bei allen technischen und strukturellen Neuerungen bleibt doch manches auch - relativ - gleich: Blutdruckmessen gehört selbstverständlich nach wie vor zur Pflegeausbildung.    Foto: R. Michael/dpa

Pflegefachkräfte haben vielfältige Aufgaben / Möglichkeiten durch Digitalisierung

Ohne sie läuft nichts in der professionellen Betreuung von kranken und hilfsbedürtigen Menschen: Pflegefachkräfte sind unabdingbar, wenn es um fundierte Arbeit in Krankenhäusern oder in der Altenpflege geht. Nachwuchs wird in der Branche immer gesucht. 

Es gibt unterschiedliche Einsatzbereiche, etwa Seniorenheime, Kliniken oder ambulante Dienste. Zu ihren Tätigkeiten gehören die Grundpflege von Patienten, Hilfe beim Essen und bei der Körperpflege. Im ambulanten Bereich gehört mitunter auch die Unterweisung von Angehörigen in Pflegetechniken zu ihren Aufgaben.

Die direkte Arbeit mit und an hilfsbedürftigen Menschen verlangt immer Verantwortungsbewusstsein, besonders bei der Versorgung von Wunden, dem Verabreichen von Medikamenten oder der Durchführung von Infusionen, Blutentnahmen und Punktionen - immer in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten. Diesen assistieren sie zudem bei Untersuchungen. Auch die Vorbereitung auf operative Maßnahmen kann zu ihren Aufgaben gehören. 

Doch nicht nur die Arbeit mit Menschen macht den Beruf aus: Pflegefachkräfte müssen Pflegemaßnahmen koordinieren und dokumentieren und übernehmen weitere Verwaltungsaufgaben wie die Patientenaufnahme.
Auch vor dem Pflegebereich machen die Digitalisierung und der Einsatz neuer Technologien nicht Halt. Das eröffnet in der Praxis neue Möglichkeiten und Hilfestellungen für Patienten, mit denen sich die Pflegefachkräfte auskennen müssen. Dazu gehören moderne Assistenzsysteme, Exoskelette, intelligente Implantate und Prothesen oder Therapie- und Pflegeroboter.

Unternehmen aus der Region
Nach der Ausbildung ist eine weitere Spezialisierung, etwa für die besonderen Herausforderungen im OP-Bereich, möglich. <br/>Foto: stock.adobe.com/Vadim
Nach der Ausbildung ist eine weitere Spezialisierung, etwa für die besonderen Herausforderungen im OP-Bereich, möglich.
Foto: stock.adobe.com/Vadim

Ausbildung auch in Teilzeit und im Studium
Die meist Ausbildung erfolgt an Pflegeschulen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. In der Regel dauert sie drei Jahre. Es ist jedoch auch möglich, die Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren; dadurch erhöht sich die Dauer auf maximal fünf Jahre. In manchen Fällen können sich die Auszubildenden im letzten Drittel spezialisieren und zum Beispiel auf einen Abschluss als Kinder- oder Altenpfleger ausrichten. Am Ende steht jeweils eine staatliche Abschlussprüfung. 

Ein anderer Weg in den Pflegeberuf führt über ein Hochschulstudium. Hierbei spielen unter anderem neueste pflegewissenschaftliche Erkenntnisse eine größere Rolle. Das Studium ist auf mindestens drei Jahre angelegt und umfasst theoretische sowie praktische Lehrveranstaltungen an der Hochschule; auch Praxiseinsätze in verschiedenen Bereichen der pflegerischen Versorgung gehören dazu.


bsi; Quelle: https://web.arbeitsagentur.de


Ausbildung zur Pflegefachkraft

Zahl der Neuverträge steigt auf Rekordniveau

Die Zahl neuer Auszubildender zur Pflegefachkraft ist im vergangenen Jahr um acht Prozent im Vergleich zu 2024 gestiegen. Insgesamt schlossen rund 64.300 Menschen einen neuen Ausbildungsvertrag zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann ab, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Auch die Zahl der Auszubildenden insgesamt stieg im Vergleich zum Vorjahr an (Stichtag 31. Dezember 2025). Mit rund 158.000 Auszubildenden befanden sich laut Bundesamt so viele Personen in einer Ausbildung zur Pflegefachkraft wie noch nie seit der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung.


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