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Vom Einfachglas zum modernen Wärmeschutz

Grafik: Robin Burmeister/Glaserei Manske

Warum sich Fenster im Bestand prüfen lassen sollten

Viele Wohnhäuser in Deutschland stammen aus den 1970er-, 80er- oder 90er-Jahren. Die Fenster sind häufig noch original verbaut – sie funktionieren, entsprechen energetisch jedoch nicht mehr dem heutigen Stand. Die Folgen: hohe Heizkosten, kalte Fensterflächen und ein spürbarer Wärmeverlust im Raum.

Ein Blick in die Entwicklung der Fenstertechnik erklärt diese Effekte. Früher bestand ein Fenster aus einer einzelnen Glasscheibe. Mit der Einführung von Isolierglas verbesserte sich der Wärmeschutz erstmals deutlich. Später kamen Wärmeschutzbeschichtungen und Gasfüllungen im Scheibenzwischenraum hinzu. Der sogenannte Ug-Wert, der den Wärmeverlust durch das Glas beschreibt, sank dabei nahezu exponentiell – von über 5,0 W/m²K beim Einfachglas auf etwa 1,0 bei modernen Verglasungen.

Unternehmen aus der Region

Heute sind drei- oder vierfach verglaste Fenster Stand der Technik. In vielen Bestandsgebäuden ist der Unterschied zwischen moderner Zweifachverglasung mit Wärmeschutzbeschichtung und Argonfüllung und einer Dreifachverglasung jedoch im Alltag kaum spürbar. Entscheidend ist vielmehr, ob das vorhandene Glas technisch veraltet ist. Genau das ist bei Fenstern, die 20 bis 25 Jahre oder älter sind, häufig der Fall.

Zwar handelt es sich meist bereits um Isolierglas, jedoch ohne Wärmeschutzbeschichtung und ohne Gasfüllung. Hier geht bis heute unnötig viel Heizenergie verloren. Der Austausch dieser alten Verglasung gegen modernes Wärmeschutzisolierglas kann den Wärmeverlust deutlich reduzieren, während die vorhandenen Rahmen erhalten bleiben.

Gegenüber einem kompletten Fenstertausch sind Einsparungen von mindestens 50 Prozent möglich. Zudem ist die Umsetzung schnell und sauber, da keine umfangreichen Bauarbeiten an Wänden oder Innenräumen nötig sind.

Wichtig ist jedoch: Ob eine Fensterertüchtigung sinnvoll ist, lässt sich nur durch eine fachliche Prüfung vor Ort beurteilen. Qualifizierte Fachbetriebe können einschätzen, ob Rahmen und Konstruktion geeignet sind – und welche Lösung im jeweiligen Gebäude den größten Nutzen bringt. Für viele Eigentümerinnen und Eigentümer ist genau diese Prüfung der erste Schritt zu spürbar niedrigeren Heizkosten. msl


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